• GBP/USD verliert am zweiten Tag in Folge an Boden, während der USD insgesamt fester ist.
  • Wetten auf weitere Zinssenkungen durch die Fed könnten eine signifikante Aufwertung des USD begrenzen.
  • Händler blicken nun auf die Zinsentscheidung der BoE, um vor den US-Makrodaten einen Impuls zu erhalten.

Das Währungspaar GBP/USD zieht am Donnerstag für den zweiten Tag in Folge Folgeverkäufer an und zieht sich weiter von seinem höchsten Stand seit September 2021, rund um die 1,3870-Region, zurück, die letzte Woche erreicht wurde. Die Abwärtsbewegung wird durch einen festeren US-Dollar (USD) unterstützt und zieht die Spotpreise in die Nähe von 1,3600 oder auf ein nahezu zweiwöchiges Tief während der frühen europäischen Sitzung, während die Händler auf das geldpolitische Update der Bank of England (BoE) warten.

Die britische Zentralbank wird allgemein erwartet, dass sie die Leitzinsen unverändert bei 3,75% belässt, während die Inflation, die im Dezember über dem Zielwert von 2% der BoE blieb, steigt. Händler preisen jedoch weiterhin die Möglichkeit ein, dass die BoE die Kreditkosten im Jahr 2026 senken wird, angesichts von Anzeichen eines schwächelnden Arbeitsmarktes. Tatsächlich blieb die Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich in den drei Monaten bis November mit 5,1% auf einem Vierjahreshoch, und die Zahl der Beschäftigten fiel im Dezember um 43.000. Hinzu kommt, dass das langsame Lohnwachstum die Argumentation für eine weitere Lockerung der BoE stärkt. Daher wird der Fokus auf der Stimmenverteilung des MPC und der Pressekonferenz nach der Sitzung liegen, wo Kommentare von BoE-Gouverneur Andrew Bailey das britische Pfund (GBP) beeinflussen und dem Währungspaar GBP/USD einen bedeutenden Impuls geben werden.

Mit Blick auf das Risiko eines wichtigen Ereignisses der Zentralbank entscheiden sich die GBP-Bullen, an der Seitenlinie zu bleiben, während sich die jüngste USD-Erholung von einem Vierjahrestief fortsetzt. Die Nominierung von Kevin Warsh durch US-Präsident Donald Trump als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed) schürte Spekulationen, dass die Zentralbank weniger dovish sein wird als erwartet. Darüber hinaus hebt die erhöhte Marktvolatilität und die hawkischen Kommentare von Fed-Gouverneurin Lisa Cook, die besagt, dass die Risiken in Richtung höherer Inflation verschoben sind, den sicheren Hafen Greenback auf ein nahezu zweiwöchiges Hoch, was weiterhin Druck auf das Währungspaar GBP/USD ausübt. Eine signifikante Aufwertung des USD scheint jedoch aufgrund der Erwartungen an zwei weitere Zinssenkungen der US-Zentralbank im Jahr 2026 unerreichbar. Diese Wetten wurden durch den enttäuschenden Arbeitsmarktbericht vom Mittwoch bekräftigt.

Tatsächlich berichtete das Automatic Data Processing (ADP) Research Institute, dass Arbeitgeber im privaten Sektor im Januar 22.000 neue Arbeitsplätze hinzugefügt haben, verglichen mit dem nach unten revidierten Wert von 37.000 des Vormonats und den Konsensschätzungen von 48.000. Hinzu kommt, dass Trump sagte, er hätte die Nominierung von Kevin Warsh abgelehnt, wenn dieser den Wunsch geäußert hätte, die Zinsen zu erhöhen, und dass es keinen Zweifel daran gebe, dass die US-Zentralbank die Zinsen senken würde. Dies könnte wiederum die USD-Gewinne begrenzen und als Rückenwind für das Währungspaar GBP/USD wirken. Händler werden am Donnerstag zudem weitere Hinweise aus den US-Wirtschaftsdaten – einschließlich JOLTS Job Openings und wöchentlicher Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung – aufnehmen. Dennoch erfordert der gemischte fundamentale Hintergrund eine gewisse Vorsicht, bevor aggressive Wetten platziert und Positionen für den nächsten Schritt einer richtungsweisenden Bewegung eingenommen werden.

GBP/USD 1-Stunden-Chart

Chart Analyse GBP/USD

Technische Analyse:

Das Währungspaar GBP/USD findet in der Nähe der Marke von 1,3600 Unterstützung, was dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level des Anstiegs vom Januar-Schwungtief entspricht und nun als wichtiger Wendepunkt für Händler fungieren sollte. In der Zwischenzeit begünstigt der jüngste Durchbruch unter den 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) die Bären.

Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt unter der Nulllinie, wobei die MACD-Linie unter der Signallinie und ein sich verengendes Histogramm liegt, was auf ein schwaches bärisches Momentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 32 (überverkauftes Niveau) und deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck gedehnt ist.

In der Zwischenzeit stützt das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 1,3548 die Abwärtsbewegung, und ein Durchbruch würde vor einer tieferen Verschlechterung warnen. Abgesehen von einem solchen Durchbruch könnte eine Stabilisierung über der mittleren Unterstützung einen überverkauften Rücksprung ermöglichen, obwohl der fallende 100-Perioden-SMA die Erholungsversuche fragil halten würde.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)


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