• AUD/USD hat sich über die 0,6500-Marke hinaus nach oben bewegt.
  • Der US-Dollar blieb unter Druck, belastet durch Zölle und die Trump-Fed-Saga.
  • Die australischen privaten Investitionen stiegen im Zeitraum April-Juni um 0,2% QoQ.

Der Australische Dollar (AUD) setzte seinen Anstieg am Donnerstag fort, wobei AUD/USD nach dem Anstieg am Mittwoch über 0,6500 kletterte. Die Bewegung wurde durch einen schwächeren US-Dollar (USD) unterstützt, der durch Unsicherheiten über die Handelspolitik des Weißen Hauses, Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) und erneute Spannungen rund um Trumps Kritik an der Zentralbank unter Druck geriet.

Inflation bleibt hoch

Der monatliche CPI-Indikator (gewichteter Durchschnitt) für Australien stieg im Juli auf 2,8%, nach 1,9% im Vormonat. Der CPI für das zweite Quartal legte um 0,7% QoQ und 2,1% YoY zu, was die Inflationssorgen aufrechterhält und die vorsichtige Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) unterstützt.

Solide Wirtschaftsdaten

Über die Preise hinaus hat die Wirtschaft Resilienz gezeigt. Die frühen PMIs im August übertrafen die Erwartungen – das verarbeitende Gewerbe lag bei 52,9, die Dienstleistungen bei 55,1. Die Einzelhandelsumsätze sprangen im Juni um 1,2% und der Handelsüberschuss weitete sich auf 5,365 Milliarden AUD aus. Der heimische Arbeitsmarkt überraschte ebenfalls positiv, da die Arbeitslosigkeit auf 4,2% sank und 24,5K neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Die am Donnerstag veröffentlichten Daten zu den privaten Investitionen zeigten einen Anstieg um 0,2% im zweiten Quartal, was auf gesunde Investitionen in Gebäude, Strukturen und Ausrüstungen hinweist.

RBA: Datenabhängig und vorsichtig

Die RBA senkte die Zinsen zu Beginn dieses Monats um 25 Basispunkte auf 3,60% und reduzierte ihre Wachstumsprognose für 2025. Gouverneurin Michele Bullock wies auf tiefere Zinssenkungen hin und betonte, dass die Politik „datenabhängig“ bleibt. Die Märkte erwarten nun eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte bis zum 5. November.

Die in dieser Woche veröffentlichten Protokolle deuteten darauf hin, dass eine schnellere Lockerung möglich sein könnte, wenn sich der Arbeitsmarkt abschwächt, obwohl ein langsamerer Weg wahrscheinlich ist, wenn die Bedingungen angespannt bleiben.

China bleibt der ausschlaggebende Faktor

Chinas Zahlen bleiben gemischt. Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 5,2% im Jahresvergleich, die Industrieproduktion stieg um 7%, aber die Einzelhandelsumsätze enttäuschten. Die PMIs fielen wieder unter 50, der Handelsüberschuss verringerte sich und die Inflation blieb stabil. Die People's Bank of China (PBoC) ließ die Kreditzinsen in der vergangenen Woche wie erwartet unverändert.

Spekulanten neigen zu Bärenmarkt

CFTC-Daten zeigten, dass die Netto-Leerverkäufe auf den AUD den höchsten Stand seit April 2024 erreicht haben, wobei das offene Interesse ein Zwei-Monats-Hoch erreichte, was auf eine starke bärische Positionierung hinweist.

Technisches Bild: In einer Range gefangen

Derzeit schwankt AUD/USD zwischen 0,6400 und 0,6600.

Auf der Oberseite ist der erste große Test die 2025er Obergrenze bei 0,6625 (24. Juli). Wenn die Käufer diese überwinden, ist die nächste Ebene das November-2024-Hoch bei 0,6687 (7. November), mit dem größeren psychologischen Ziel bei 0,7000 weiter in der Zukunft.

Auf der anderen Seite hält die Unterstützung bei 0,6414 (21. August). Ein Durchbruch nach unten könnte den 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 0,6384 ins Spiel bringen, gefolgt vom Juni-Boden bei 0,6372 (23. Juni).

Die Momentumsignale bleiben gemischt: Der Relative Strength Index (RSI) schwebt nahe 56 und zeigt eine gewisse Aufwärtsüberzeugung, während der Average Directional Index (ADX) unter 15 darauf hindeutet, dass der Trend nicht stark ist.

AUD/USD Tageschart

Kurzfristige Aussichten

Bis ein klarer Katalysator auftaucht, sei es stärkere chinesische Daten, eine bedeutende Wende der Fed oder eine Überraschung von der RBA, sieht es so aus, als würde AUD/USD in seiner aktuellen Range von 0,6400–0,6600 gefangen bleiben.

BIP - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst das Wirtschaftswachstum eines Landes. Es zeigt die Veränderung der Wirtschaftsleistung über einen bestimmten Zeitraum, in der Regel ein Quartal, an. Ein besonders nützlicher Vergleich ist der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Quartalen oder zum Vorjahresquartal, um Wachstumsentwicklungen nachvollziehbar darzustellen.

Ein höheres BIP-Ergebnis ist in der Regel positiv für die Währung eines Landes, da es eine wachsende Wirtschaft widerspiegelt, die mehr Waren und Dienstleistungen exportieren und höhere ausländische Investitionen anziehen kann. Wenn das BIP hingegen sinkt, wirkt sich das normalerweise negativ auf die Währung aus. Wirtschaftswachstum führt häufig zu höherem Konsum und steigender Inflation. Die Zentralbank des Landes muss dann die Zinssätze erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen, was wiederum Kapitalzuflüsse anzieht und die Währung aufwerten kann.

Ein steigendes Bruttoinlandsprodukt (BIP) führt oft zu höherer Inflation, da eine wachsende Wirtschaft zu mehr Konsumausgaben und Preissteigerungen führt. Infolgedessen müssen Zentralbanken die Zinsen anheben, um die Inflation zu kontrollieren. Höhere Zinsen sind tendenziell negativ für den Goldpreis, da sie die Opportunitätskosten für das Halten von Gold erhöhen und die Nachfrage nach dem Edelmetall verringern.

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