- USD/CAD steigt in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag auf etwa 1,3755.
- Die US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal (Q2) um 3,3%, stärker als erwartet.
- Steigende Rohölpreise könnten den Loonie stützen und den Aufwärtstrend des Paares begrenzen.
Das Paar USD/CAD handelt in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag mit leichten Gewinnen nahe 1,3755. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD) nach den positiven US-Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Das kanadische BIP für das zweite Quartal (Q2) und der Bericht zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) der USA für Juli werden später am Freitag die Höhepunkte sein.
Die am Donnerstag vom US Bureau of Economic Analysis (BEA) veröffentlichten Daten zeigten, dass das US-BIP im Q2 mit einer jährlichen Rate von 3,3% gewachsen ist. Diese Zahl lag über der ursprünglichen Schätzung von 3% und der Erwartung von 3,1%. In der Zwischenzeit sank die Zahl der US-Bürger, die für die Woche zum 23. August neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung stellten, auf 229K, verglichen mit 234K (revidiert von 235K) in der Vorwoche. Dieser Wert lag unter dem Marktkonsens von 230K.
Der Greenback steigt in unmittelbarer Reaktion auf die besser als erwarteten US-Wirtschaftsdaten. Händler bleiben jedoch vorsichtig vor der Veröffentlichung der US-PCE-Inflationsdaten, dem bevorzugten Preismaßstab der Fed, später am Freitag. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Händler nun mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 85% für eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt durch die Federal Reserve (Fed) im nächsten Monat.
In der Zwischenzeit könnte ein Anstieg der Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie stützen und einen Gegenwind für das Paar erzeugen. Es ist erwähnenswert, dass Kanada der größte Ölexporteur in die USA ist und höhere Rohölpreise tendenziell einen positiven Einfluss auf den CAD-Wert haben.
Das kanadische BIP wird voraussichtlich im Q2 mit einer jährlichen Rate von 0,6% schrumpfen, verglichen mit einem Anstieg von 2,2% im Q1. Wenn der Bericht ein stärker als erwartetes Ergebnis zeigt, könnte dies den CAD stärken und helfen, die Verluste des Paares kurzfristig zu begrenzen.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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