- WTI steigt, nachdem Präsident Trump mit Angriffen auf iranische Infrastruktur gedroht und eine Blockade in der Straße von Hormus wieder eingesetzt hat.
- Erneute Spannungen zwischen Washington und Teheran störten den Energiemarkt, gerade als die Produzenten im Persischen Golf begonnen hatten, die Ölexporte zu erhöhen.
- Schwächer als erwartete US-Inflationsdaten befeuerten die Markthoffnungen, dass die US-Notenbank Fed eine weniger hawkische Haltung einnehmen wird.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl setzt seine Gewinne zum dritten Mal in Folge fort und wird am Mittwoch während der asiatischen Handelszeiten bei rund 79,20 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise sind nach Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich zusätzlicher Militärschläge gegen den Iran gestiegen. Diese Eskalation folgt auf die Wiedereinsetzung einer US-Blockade gegen Teheran in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
Trump kündigte an, dass militärische Operationen fortgesetzt würden, und warnte, dass die USA iranische Brücken und Kraftwerke bereits nächste Woche ins Visier nehmen könnten, falls Teheran sich weigert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. In einer leichten politischen Kursänderung verzichtete er jedoch auf Pläne, eine Gebühr von 20 % auf Fracht, die die Straße von Hormus passiert, zu erheben, mit der Begründung, dass entgangene Einnahmen durch zukünftige Investitionen von Golfstaaten in die USA leicht ausgeglichen würden.
Diese erneuten Spannungen zwischen Washington und Teheran haben die Ölpreise direkt gestützt, indem sie die globalen Versorgungsbedenken verstärkten. Die eskalierende Reibung bringt neue Unsicherheit in den Energiemarkt, insbesondere da die Produzenten im Persischen Golf kürzlich nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Friedensabkommens begonnen hatten, ihre Exporte zu erhöhen.
Schwächer als erwartete US-Inflationsdaten befeuerten die Hoffnungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) eine weniger hawkische geldpolitische Haltung einnehmen könnte. Die US-Verbraucherpreisindex (VPI)-Inflation sank im Juni auf 3,5 % im Jahresvergleich, nach einem Dreijahreshoch von 4,2 % im Mai und lag damit deutlich unter dem Marktkonsens von 3,8 %. Auf Monatsbasis ging der Gesamt-VPI im Juni tatsächlich um 0,4 % zurück, was eine bemerkenswerte Wendung gegenüber dem Anstieg von 0,5 % im Mai darstellt.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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