• AUD/USD hält Gewinne, da ein stärkerer australischer Dollar Unterstützung durch wichtige Wirtschaftsdaten des wichtigen Handelspartners China erhält.
  • Die chinesische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,9 % gegenüber dem Vorquartal, nach 1,3 % im ersten Quartal, und entsprach damit dem Marktkonsens.
  • Der US-Dollar kämpft nach schwächeren US-Inflationsdaten, die Hoffnungen schürten, dass die Fed eine weniger hawkische Haltung einnehmen könnte.

AUD/USD baut seine Gewinne am zweiten Tag in Folge aus und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um 0,6980. Das Paar hält die Gewinne, da der australische Dollar (AUD) nach der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten aus China, Australiens engem Handelspartner, stärker bleibt.

Die chinesische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2026 um 0,9 % gegenüber dem Vorquartal, was eine Verlangsamung gegenüber dem Wachstum von 1,3 % im ersten Quartal darstellt, aber dem Marktkonsens entspricht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal im Monatsvergleich um 4,3 %, nach einer Expansion von 5,0 % im Vorquartal. Diese Jahreszahl verfehlte die Erwartungen an der Wall Street und lag unter der Marktkonsensprognose von 4,5 %.

Die Einzelhandelsumsätze in China stiegen im Juni im Jahresvergleich um 1,0 % gegenüber erwarteten -0,1 % und -0,6 % zuvor. Die Industrieproduktion lag bei 5,3 % gegenüber der Schätzung von 4,6 % und dem Wert von 4,5 % im Mai. Gleichzeitig fiel die Investition in Sachanlagen im Jahresverlauf (YTD) im Juni um 5,7 % gegenüber einem erwarteten Rückgang von 4,9 % und einem Rückgang von 4,1 % im vorherigen Wert.

Zusätzlich gewinnt das Paar AUD/USD an Boden, da der US-Dollar (USD) nach schwächer als erwarteten US-Inflationsdaten kämpft, die Hoffnungen schürten, dass die US-Notenbank (Fed) eine weniger hawkische Geldpolitik verfolgen könnte.

Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) sank im Juni im Jahresvergleich auf 3,5 %, nach einem Dreijahreshoch von 4,2 % im Mai und lag damit deutlich unter dem Marktkonsens von 3,8 %. Auf Monatsbasis fiel der Gesamt-VPI im Juni tatsächlich um 0,4 %, was eine bemerkenswerte Wendung gegenüber dem Anstieg von 0,5 % im Mai darstellt.

Unterdessen bekräftigte Fed-Chef Kevin Warsh während seiner Anhörung im Kongress am Dienstag das Engagement der Zentralbank zur Wiederherstellung der Preisstabilität, vermied jedoch Signale für eine aggressivere Geldpolitik.

Während jedoch erneute Spannungen zwischen den USA und Iran die Ölpreise in die Höhe treiben, bleiben Inflationssorgen fest im Fokus der Anleger. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte nun eine etwa 50%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September einpreisen.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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Der US-Dollar-Index (DXY) fiel am Dienstag um rund 0,4% auf 100,90, nachdem schwächer als erwartete US-Inflationsdaten die Nachfrage nach dem Greenback schwächten. Der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) sank im Juni um 0,4% MoM und verlangsamte sich auf 3,5% YoY, während der Kern-VPI monatlich unverändert blieb und sich auf 2,6% jährlich abschwächte

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