- USD/CAD fällt, da der Kanadische Dollar bei festeren Ölpreisen an Stärke gewinnt.
- WTI-Preis bewegt sich seitwärts amid Spannungen über die Nukleargespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.
- Der US-Dollar schwächt sich amid Unsicherheit über die US-Politik, da Donald Trump 15% Zölle nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs plant.
USD/CAD wertet ab, nachdem es in der vorherigen Sitzung stabil geblieben ist, und wird am Freitag während der asiatischen Handelsstunden um 1,3660 gehandelt. Das Paar verliert an Boden, da der Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung von verbesserten Ölpreisen erhält, angesichts Kanadas Status als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US).
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl wird am frühen Freitagmorgen im europäischen Handel bei rund 65,60 USD pro Barrel gehandelt, nachdem er sich von täglichen Verlusten erholt hat. Die Rohölpreise schwankten amid erhöhter Spannungen rund um die Nukleargespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.
Die Rohölpreise könnten weiter sinken, da Washington und Teheran vereinbart haben, die Gespräche in der nächsten Woche fortzusetzen, was die unmittelbaren Versorgungsängste lindert. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi beschrieb die Gespräche am Donnerstag als die bisher substantiellsten und stellte fest, dass Iran seine Forderungen nach einer Aufhebung der Sanktionen und den Rahmen für die Aufhebung der Beschränkungen klar umrissen hat.
Die geopolitischen Spannungen bleiben jedoch bestehen, nachdem Iran erklärt hat, dass es nicht zulassen wird, dass angereichertes Uran das Land verlässt. Eine beträchtliche US-Militärpräsenz im Nahen Osten hat die Märkte vorsichtig gehalten, während Präsident Donald Trump vor möglichen militärischen Aktionen warnte, falls keine Einigung erzielt wird.
Das USD/CAD-Paar schwächt sich, da der US-Dollar (USD) aufgrund von Unsicherheiten über die US-Handelspolitik an Boden verliert. US-Präsident Donald Trump kündigte Pläne an, einen pauschalen Zoll von 15% auf Importe zu erheben, nachdem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs sein früheres System reziproker Zölle aufgehoben hatte. In der Zwischenzeit sagte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer, dass die Zölle in den kommenden Tagen auf 15% oder mehr für mehrere Länder erhöht werden könnten.
Händler blicken nun auf die Veröffentlichung der US-Erzeugerpreisindex (EPI)-Daten für Januar, um Hinweise auf die Politik der Federal Reserve (Fed) im Laufe des Tages zu erhalten. Der Bericht wird prognostiziert, dass die Großhandelsinflation auf 0,3% im Monatsvergleich sinkt, nach 0,5% im Dezember.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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Das sollten Sie am Freitag, den 27. Februar, im Blick behalten:
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 21. Februar lagen bei 212.000, unter den Erwartungen der Ökonomen von 215.000, aber leicht über dem vorherigen Wert von 208.000. Die fortlaufenden Anträge sanken ebenfalls auf 1,833 Millionen, was auf eine Stabilisierung der Arbeitsmarktbedingungen hinweist.