Der Commerzbank-Experte Volkmar Baur verweist darauf, dass die Inflation in Tokio im Februar auf 1,6 Prozent gestiegen ist und damit über den Erwartungen von 1,3 Prozent lag. Vor allem die Preise für Konsumgüter sowie die Einzelhandelsumsätze hätten positiv überrascht. Eine stabile Inflation innerhalb der Zielspanne der Bank of Japan stütze den Yen, da der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April auf rund 70 Prozent beziffere und bis Juni nahezu vollständig mit einem Schritt rechne.
Leichte Inflationsüberraschung stützt Straffungskurs der Notenbank
„Die heute Morgen veröffentlichten Inflationszahlen für die japanische Hauptstadt Tokio deuten darauf hin, dass der Inflationsdruck in Japan im Februar etwas höher war als von den meisten Analysten erwartet. Die Inflationsrate stieg von 1,5 Prozent im Januar auf 1,6 Prozent im Februar, während eine Bloomberg-Umfrage einen Rückgang auf 1,3 Prozent prognostiziert hatte.“
„Vor allem die Preise für Konsumgüter wie Kleidung, Schuhe und Möbel scheinen im Monatsvergleich deutlicher gestiegen zu sein. Parallel dazu wurden ebenfalls heute Morgen die Einzelhandelsdaten für Januar veröffentlicht, die einen Anstieg der Umsätze um 4,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zeigen.“
„Insgesamt sollte dieser einzelne Inflationswert jedoch nicht überbewertet werden. Betrachtet man beispielsweise die zweite Nachkommastelle, so zeigt sich, dass die jährliche Inflationsrate lediglich von 1,54 Prozent auf 1,55 Prozent gestiegen ist. Saisonbereinigt weist die monatliche Rate ein unverändertes Preisniveau aus.“
„Der JPY reagiert positiv auf die leichte Inflationsüberraschung am Morgen und legt gegenüber dem USD etwas zu. Positiv ist aus unserer Sicht auch, dass die Inflation nicht zu schnell zurückgeht, sondern sich innerhalb der Zielspanne der Bank of Japan stabilisiert. Andernfalls könnte der Markt die Frage aufwerfen, ob die Bank of Japan die Zinsen überhaupt weiter anheben sollte.“
„Der Markt preist eine Leitzinserhöhung im April mit rund 70 Prozent Wahrscheinlichkeit ein und rechnet spätestens bis Juni mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit mit einem Schritt. Sollte dies nicht eintreten, würde das den JPY sicherlich belasten.“
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