• USD/CAD erholt sich am Donnerstag, da der US-Dollar intraday Verluste verringert.
  • Die Erwartungen an die Fed-Politik und stabile US-Arbeitsmarktdaten stützen den Greenback.
  • Das Leistungsbilanzdefizit Kanadas verengt sich deutlich vor den wichtigen BIP-Daten für Q4.

Der kanadische Dollar (CAD) gibt am Donnerstag frühere Gewinne gegenüber dem US-Dollar (USD) wieder ab, da der Greenback seine Intraday-Schwäche abschüttelt. Zum Zeitpunkt der Erstellung handelt USD/CAD bei 1,3704 und erholt sich von dem Tages-Tief um 1,3659.

Der Greenback findet Unterstützung, da Händler den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) neu bewerten, während die Märkte die Erwartungen an Zinssenkungen in naher Zukunft angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks verringern.

Die Entscheidungsträger stellten auch in den Protokollen der FOMC-Sitzung im Januar, die Anfang dieses Monats veröffentlicht wurden, fest, dass mehrere Teilnehmer sagten, es wäre wahrscheinlich angemessen, die Zinssätze für einige Zeit stabil zu halten, während die eingehenden Daten bewertet werden. Gleichzeitig ließen die Beamten die Tür für Zinserhöhungen offen, falls die Inflation nicht nachhaltig auf das Ziel von 2 % der Fed zusteuert.

Die Märkte erwarten nun allgemein, dass die Fed die Zinssätze bei ihren Sitzungen im März und April unverändert lässt, während die Erwartungen an eine Zinssenkung im Juni zurückgefahren werden.

Auf der Datenfront zeigten die wöchentlichen US-Arbeitslosenanträge, dass der Arbeitsmarkt stabil bleibt. Die Erstanträge lagen bei 212K, leicht unter der Prognose von 215K und moderat über den 208K der Vorwoche.

Die fortlaufenden Arbeitslosenanträge sanken auf 1,833 Millionen, was eine Verbesserung gegenüber 1,864 Millionen zuvor darstellt und unter den Erwartungen von 1,86 Millionen liegt. In der Zwischenzeit stieg der vierwöchige Durchschnitt der Erstanträge auf 220,25K von 219,5K.

Die Daten gaben dem Greenback moderate Unterstützung. Der US-Dollar-Index (DXY), der die Währung gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen misst, handelt nahe 97,78 und erholt sich von einem intraday Tief von 97,49.

Das Leistungsbilanzdefizit Kanadas verringerte sich im vierten Quartal auf CAD -0,7 Milliarden, was eine Verbesserung gegenüber dem revidierten CAD -5,27 Milliarden zuvor darstellt, das zuvor mit CAD -9,68 Milliarden gemeldet wurde.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) am Freitag, bei denen für das vierte Quartal ein stagnierendes Wachstum auf annualisierter Basis prognostiziert wird, im Vergleich zu dem Wachstum von 2,6 %, das im dritten Quartal verzeichnet wurde.

Andernorts belasten auch die gedämpften Ölpreise den Loonie. Die Rohölmärkte bleiben volatil angesichts steigender Spannungen im Nahen Osten, während die Investoren das Ergebnis der dritten Runde der US-Iran-Nukleargespräche, die derzeit in Genf stattfinden, genau beobachten.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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