• EUR/USD handelt mit einer positiven Tendenz zum zweiten Mal in Folge inmitten eines schwächeren USD.
  • Trumps erratische Handelspolitik steht im Widerspruch zur hawkischen Tendenz der Fed und belastet den Dollar.
  • Wetten, dass die EZB mit Zinssenkungen abgeschlossen hat, stützen den EUR und wirken weiterhin als Rückenwind.

Das EUR/USD-Paar baut auf den bescheidenen Gewinnen des Vortages auf und zieht am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge einige Käufer an, während der US-Dollar (USD) schwächer ist. Die Spotpreise fehlen jedoch an bullischer Überzeugung und handeln während der asiatischen Sitzung im Bereich von 1,1815-1,1820, was einem Anstieg von 0,10% für den Tag entspricht.

Trotz der hawkischen Aussichten der US-Notenbank (Fed) bleiben die USD-Bullen defensiv, da die Turbulenzen über die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump erneut aufflammen. Die USA haben mit der neuen globalen Abgabe von 10% auf alle nicht befreiten Waren fortgefahren, wie ursprünglich von Trump am Freitag angekündigt, nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen seine umfassenden reziproken Zölle. Darüber hinaus sagte Trump während seiner Rede zur Lage der Nation am Mittwoch, dass die Regierung daran arbeite, die Abgaben auf 15% zu erhöhen.

Die Ankündigung verstärkt die Marktbedenken über Vergeltungsmaßnahmen und die potenziellen wirtschaftlichen Folgen von Störungen der globalen Lieferketten. Dies, zusammen mit der zugrunde liegenden bullischen Stimmung, untergräbt den sicheren Hafen Greenback und erweist sich als wichtiger Faktor, der dem EUR/USD-Paar Rückenwind verleiht. Hinzu kommt die wachsende Akzeptanz, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit Zinssenkungen abgeschlossen hat, was die gemeinsame Währung weiterhin unterstützen und die Argumentation für weitere Gewinne untermauern könnte.

Tatsächlich sagte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde Anfang dieser Woche, dass die Zinspolitik in einer guten Lage sei und bekräftigte ihre langjährige Anleitung, dass keine Politikänderung in Betracht gezogen wird. In der Zwischenzeit beschloss das Europäische Parlament am Montag, die Abstimmung über das Handelsabkommen der Europäischen Union mit den USA zu verschieben. Dies könnte Händler davon abhalten, aggressive bullische Wetten rund um das EUR/USD-Paar abzuschließen, da die Händler nun Lagardes Rede als frischen Impuls vor den US-Arbeitslosenanträgen erwarten.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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