- USD/JPY schwächt sich auf etwa 156,15 in der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag.
- Der US-Handelsbeauftragte erklärte, dass der US-Zollsatz für einige Länder auf 15% oder mehr steigen wird.
- BoJ-Gouverneur Ueda sagte, er werde die Daten bei den Sitzungen im März und April genau prüfen, um über weitere Zinserhöhungen zu entscheiden.
Das Paar USD/JPY driftet am Donnerstag während der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 156,15 nach unten. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) angesichts der Unsicherheit über die US-Zölle. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (VPI) von Tokio in Japan und des Erzeugerpreisindex (EPI) der USA vor, die später am Freitag veröffentlicht werden.
Der Oberste Gerichtshof der USA hat in der vergangenen Woche die umfassenden globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump aufgehoben. Trump hat darauf reagiert, indem er das Gericht scharf kritisierte und einen pauschalen Zoll von 15% auf Importe verhängte.
Am Mittwoch erklärte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer, dass der US-Präsident plant, diesen Satz in den kommenden Tagen auf 15% für viele Länder zu erhöhen. Diese Befugnis ist auf ein 150-tägiges Zeitfenster beschränkt, es sei denn, der Kongress verlängert sie. Die Unsicherheit in der US-Politik könnte den Greenback gegenüber dem JPY unter Verkaufsdruck setzen.
Andererseits könnte die Unsicherheit über die Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) den japanischen Yen belasten und als Rückenwind für das Paar wirken. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte am Donnerstag, dass Zinserhöhungen fortgesetzt werden, wenn die wirtschaftlichen Prognosen erfüllt werden, die Zentralbank jedoch auf Daten aus den Sitzungen im März und April warten wird, um weitere Entscheidungen zu treffen.
Darüber hinaus hat die japanische Premierministerin Sanae Takaichi Bedenken hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen geäußert und auf die Auswirkungen auf die Wirtschaft hingewiesen. Laut Reuters erwarten die meisten Volkswirte, dass der Leitzins bis Ende Juni 2026 auf 1,0% steigen wird.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 26. Februar, im Blick behalten:
Der australische Dollar (AUD) schoss nach einem heißeren als erwarteten Inflationsbericht für Januar auf ein Zwei-Wochen-Hoch, was Spekulationen über zusätzliche Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) anheizte.