Cantor Fitzgerald hat sein Kursziel für die Metaplanet-Aktie gesenkt – und genau hier wird es spannend. Denn obwohl das neue Kursziel von 6,00 US-Dollar auf 3,00 US-Dollar halbiert wurde, bleibt das Rating bei „Overweight“. Heißt: Cantor sieht Metaplanet weiterhin als überdurchschnittlich attraktiv. Und noch wichtiger für dich als Anleger: Selbst das reduzierte Ziel impliziert vom aktuellen Kursniveau (2,75 US-Dollar) immer noch Upside.

Warum also die Senkung – und warum gleichzeitig das „Overweight“? Die Antwort liegt, wie so oft, in der Mischung aus kurzfristiger Erwartungsanpassung und langfristiger Story. Denn Metaplanet liefert harte Zahlen, und die drehen sich fast vollständig um einen einzigen Treiber: Bitcoin.

Zahlencheck: Metaplanet liefert – vor allem dank Bitcoin

Am Montag hat das Unternehmen seine Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr (Fiscal Year 2025) eingereicht. Die Umsätze können sich sehen lassen:

  • ¥4,4 Mrd. Umsatz im vierten Quartal
  • ¥8,9 Mrd. Umsatz im Gesamtjahr

Das Entscheidende: Der Bereich „Bitcoin Income“ machte im Gesamtjahr 95 % der Umsätze aus. Und dieser Umsatz kam laut Bericht vor allem aus Premium-Einnahmen aus Bitcoin-Optionsgeschäften. Mit anderen Worten: Metaplanet verdient nicht primär an irgendeinem „Nebenprodukt“, sondern sehr direkt an der Monetarisierung von Bitcoin-Exposure – in diesem Fall über Optionen und deren Prämien.

Für dich ist das Fluch und Segen zugleich: Einerseits zeigt es, dass Metaplanet ein funktionierendes Bitcoin-Ertragsmodell hat. Andererseits hängt das Unternehmen damit extrem stark an einem Markt (Bitcoin und Volatilität), der bekanntlich nicht für Planbarkeit berühmt ist.

Metaplanet kauft aggressiv nach: 35.102 BTC in der Treasury

Noch spannender ist die Entwicklung der Bitcoin-Bilanz. Metaplanet hat im vierten Quartal 4.280 Bitcoin in die Treasury aufgenommen. Damit steigt der gesamte Bestand auf 35.102 BTC.

Zur Einordnung: Bei einem Bitcoin-Preis von 67.500 US-Dollar entspricht das einem Treasury-Wert von rund 2,35 Mrd. US-Dollar. Das ist keine „Bitcoin-Beimischung“ mehr – das ist ein Kernelement der Unternehmensidentität.

Und genau an diesem Punkt solltest du dir die entscheidende Frage stellen: Bewertest du Metaplanet wie eine Aktie mit normalem Geschäftsmodell – oder wie ein börsennotiertes Bitcoin-Vehikel mit zusätzlicher Ertragsmaschine über Optionen?

Bitcoin Yield: Die Kennzahl, die du nicht ignorieren solltest

Metaplanet berichtet außerdem eine Kennzahl, die für Bitcoin-Treasury-Strategien zentral ist: den Bitcoin Yield. Dieser misst die Wachstumsrate von BTC pro Aktie auf voll verwässerter Basis (fully diluted). Also nicht nur: „Wie viele BTC besitzt die Firma?“, sondern: „Wie stark wächst der BTC-Anteil pro Aktie, wenn man Verwässerung mitdenkt?“

Die Werte sind auffällig:

  • 11,9 % Bitcoin Yield im vierten Quartal
  • 568 % Bitcoin Yield im Geschäftsjahr 2025

Das sind extreme Zahlen – insbesondere die 568 % auf Jahressicht. Und sie zeigen ziemlich klar, wie aggressiv Metaplanet diese Strategie fährt: nicht nur BTC halten, sondern die BTC-Position pro Aktie massiv ausbauen.

Langfrist-Plan bleibt unverändert: 100.000 BTC bis FY2026, 210.000 BTC bis FY2027

Trotz des gesenkten Kursziels betont das Management, dass die langfristige Bitcoin-Akkumulationsstrategie „on track“ bleibt. Und Metaplanet hat seine Ziele nochmals bekräftigt:

  • 100.000 Bitcoin bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026
  • 210.000 Bitcoin bis zum Geschäftsjahr 2027

Das Unternehmen verknüpft diese Zielgröße mit einer großen Aussage: 210.000 BTC sollen 1 % des gesamten Bitcoin-Angebots entsprechen. Das ist ein ambitionierter Anspruch – und gleichzeitig ein klares Signal, wie Metaplanet sich positionieren will: als institutionelles Bitcoin-Treasury-Schwergewicht.

Was bedeutet das unterm Strich für dich?

Cantor Fitzgerald senkt zwar das Kursziel, bleibt aber bullish genug, um „Overweight“ stehen zu lassen. Gleichzeitig liefert Metaplanet Zahlen, die kaum Interpretationsspielraum lassen: 95 % Umsatzanteil aus Bitcoin Income, ein Treasury von 35.102 BTC, und ein Management, das offen sagt: Wir wollen massiv weiter aufstocken – bis in Dimensionen, die strategisch relevant für den gesamten Markt wären.

Genau daraus entsteht die Investment-Logik – aber auch das Risiko: Metaplanet ist damit keine „normale Aktie“ mehr, sondern ein stark Bitcoin-getriebenes Exposure mit zusätzlichem Ertragsprofil über Optionsprämien. Wenn Bitcoin läuft (und das Umfeld für Optionen attraktiv bleibt), kann das hebeln. Wenn nicht, kann es ebenso brutal gegen dich laufen.

Wenn du willst, kann ich dir als nächsten Schritt denselben Text auch noch in eine „Investment-These“-Form bringen (Chance/Risiko/Fazit) – komplett im selben Stil, aber ohne etwas aus deinem Inhalt zu streichen.

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