• Der Australische Dollar stabilisiert sich nahe 0,7060, während die Märkte auf die Inflationsdaten am Mittwoch warten.
  • Die RBA erhöhte die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,85 % bei ihrer Sitzung im Februar, wobei die Märkte die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Schrittes bis Mai auf etwa 76 % schätzen, da die Inflation über der Zielspanne von 2 % bis 3 % bleibt.
  • Die australischen CPI-Daten für Januar, die am Mittwoch veröffentlicht werden, werden auf 3,7 % prognostiziert; neue globale Zölle von 15 % durch Präsident Trump erhöhen die Unsicherheit auf den Märkten.

AUD/USD stieg am Dienstag um weniger als 0,1 % und bewegte sich in einer engen Spanne um 0,7060. Der Preis konsolidiert sich seit fast vier Wochen in einem Band von etwa 150 Pips zwischen 0,7000 und dem Jahreshoch knapp unter 0,7150, mit einer Ansammlung von kleinen Kerzen und Dojis, die auf Unentschlossenheit (oder Marktbesorgnis) vor den CPI-Daten am Mittwoch hindeuten.

Die Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) auf 3,85 % im Februar, die erste Erhöhung seit November 2023, unterstrich die Besorgnis des Vorstands über erneute Kapazitätsdruck und stärker als erwartetes Wachstum der privaten Nachfrage. Die Veröffentlichung des australischen Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar am Mittwoch ist der nächste Test der hawkischen Prognose, wobei die Gesamtinflation voraussichtlich nur geringfügig auf 3,7 % von 3,8 % sinken wird und der bereinigte CPI voraussichtlich stabil bei 3,3 % bleibt.

Auf der Seite des US-Dollars (USD) führte das Urteil des Obersten Gerichtshofs am vergangenen Freitag gegen Trumps frühere Zollmaßnahmen zu einer neuen Ankündigung globaler Zölle von 15 %, was das Risikoempfinden belastete. Das Verbrauchervertrauen in den USA stieg im Februar auf 91,2 von 89, obwohl der Erwartungsindex nun seit 13 aufeinanderfolgenden Monaten unter der Rezessionswarnschwelle von 80 liegt.

Seitwärtskonsolidierung unter 0,7150, während der Stochastische Oszillator im neutralen Bereich driftet

Das Paar hält sich gut über dem steigenden 50-Tage Exponential Moving Average (EMA) nahe 0,6890 und dem 200-Tage EMA nahe 0,6660, was die breitere bullische Struktur bestätigt, die seit der Rallye vom Januartief um 0,6590 besteht. Der Stochastische Oszillator hat sich aus der überkauften Zone zurückgezogen und driftet seitwärts im neutralen Bereich, was darauf hindeutet, dass das Momentum abkühlt, ohne bärisch zu werden. Ein nachhaltiger Durchbruch über den Bereich von 0,7150 würde einen Weg in Richtung der runden Zahl von 0,7200 öffnen, während ein Verlust von 0,7000 den Fokus auf den 50-Tage EMA verschieben würde.

AUD/USD Tageschart


Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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