Nach Wochen der Lethargie meldet sich der Silbermarkt mit einem Paukenschlag zurück. Der Kurs ist ausgebrochen – heftig, schnell, unübersehbar. Plötzlich steht nicht mehr die Frage im Raum, wie tief es noch gehen kann. Sondern: Wie viel Luft nach oben steckt jetzt im Silberpreis?
Was Anleger jetzt wissen müssen: Der technische Befreiungsschlag könnte das Kräfteverhältnis am Markt nachhaltig verschieben.
Wochenlang eingesperrt – dann der Knall
Silber bewegte sich über weite Teile des Februars in einer engen, nervenzehrenden Handelsspanne. Der Kurs wickelte sich regelrecht in einer symmetrischen Dreiecksformation auf. Typisch für solche Phasen: geringe Volatilität, Unsicherheit, Abwarten.
Doch dann kam die Wende.
Ob vorweggenommen wegen der Wiedereröffnung der Festlandmärkte in China, ob unterstützt durch neu aufflammende Handelsspannungen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zu reziproken Zöllen am vergangenen Freitag – oder ob beides zusammenwirkte: Silber schoss nach oben und durchbrach die Dreiecksstruktur mit Wucht.
Ein technisches Signal, das Marktteilnehmer aufhorchen lässt.
Silberpreis Prognose: Warum die $92-Marke jetzt alles entscheidet
Nach Lehrbuchlogik folgt auf einen Ausbruch häufig ein Rücklauf an die Ausbruchszone. Genau dort liegt nun der Fokus: $92,20.
Dieses Niveau ist nicht einfach nur eine Zahl. Es ist die neue Nagelprobe. Hält Silber diese Zone? Oder scheitert der Kurs und rutscht zurück?
Für viele Trader und Investoren ist klar: An dieser Marke entscheidet sich, ob der Ausbruch Substanz hat.
Bullen atmen auf: Serie tieferer Hochs gebrochen
Ein entscheidendes Detail ist bereits eingetreten: Die vorherige Abfolge tieferer Hochs wurde durchbrochen.
Das bedeutet übersetzt: Der Abwärtstrend ist strukturell beschädigt. Verkäufer verlieren an Kontrolle. Käufer gewinnen an Selbstvertrauen.
Doch der Markt verlangt mehr.
$92,88 – die zweite Tür zur Rally
Direkt über $92,20 wartet die nächste Schlüsselzone: $92,88.
Warum dieses Level so brisant ist: Es fällt mit dem 50%-Fibonacci-Retracement der Januar–Februar-Abwärtsbewegung zusammen. Eine klassische Zone, an der sich entscheidet, ob ein Markt nur technisch korrigiert – oder tatsächlich dreht.
Ein nachhaltiger Ausbruch über $92,88 könnte genau das Signal sein, auf das viele abwartende Marktteilnehmer gewartet haben.
Rekordhoch wieder im Visier?
Gelingt der Sprung über $92,20 UND $92,88, rückt ein spektakuläres Szenario näher: ein erneuter Angriff auf das Allzeithoch bei $121,66, markiert am 29. Januar.
Ein Niveau, das aktuell weit entfernt scheint – aber an der Börse beginnen große Bewegungen oft mit genau solchen unscheinbaren technischen Signalen.
Konkrete Handelsstrategie: Wo Chancen entstehen
Sollte Silber über $92,88 ausbrechen und sich darüber stabilisieren, könnten Long-Positionen in den Fokus rücken.
Risikomanagement bleibt dabei Pflicht: Ein möglicher Stop-Loss unter $92,20 dient als Absicherung.
Auf der Oberseite ergeben sich mehrere technische Zielzonen:
- $95,90
- $102
- $112,50
Diese Marken fungierten im bisherigen Jahresverlauf auf kürzeren Zeitebenen bereits als Unterstützung oder Widerstand.
Besonders spannend: Die Zone um $109,34
Unterhalb des Rekordhochs sticht $109,34 hervor.
Dieses Level deckt sich mit dem 78,2%-Fibonacci-Retracement der Januar–Februar-Bewegung. Historisch betrachtet sind solche Bereiche häufig Wendepunkte – entweder als letzte Hürde vor neuen Hochs oder als Zone für Gewinnmitnahmen.
Einstieg ohne Bestätigung? Dann zählt der Rücksetzer
Nicht jeder Anleger wartet auf den perfekten Breakout.
Für mutigere Marktteilnehmer könnten Rücksetzer Richtung $86 interessant werden. Hier treffen gleich zwei technische Argumente aufeinander:
- 38,2%-Retracement der Januar–Februar-Bewegung
- Tageshoch vom 11. Februar
Eine Zone, die als potenzieller „Pullback-Einstieg“ interpretiert werden kann.
50-Tage-Durchschnitt: Die unsichtbare Unterstützung
Ein weiteres technisches Bollwerk ist der 50-Tage-Durchschnitt (50DMA).
Solange Silber darüber notiert, bleibt das Ausbruchssignal grundsätzlich intakt. Ein deutlicher Rutsch unter diese Linie würde dagegen Zweifel säen – und die Marktstimmung vermutlich wieder Richtung neutral drehen.
Momentum-Indikatoren: Erste Warnsignale für Bären
Auch die klassischen Momentum-Indikatoren zeigen eine interessante Entwicklung.
RSI (14): Stärke kehrt zurück
Der RSI steigt und bewegt sich über der Marke von 50. Das deutet darauf hin, dass sich wieder Aufwärtsmomentum aufbaut.
MACD: Noch keine Bestätigung – aber nahe dran
Der MACD hat das bullishe Signal noch nicht vollständig geliefert. Allerdings steht der Indikator kurz vor einem Kreuzen der Signallinie von unten und dreht bereits nach oben.
Das Gesamtbild: Noch kein eindeutiges Kaufsignal, aber ein klarer Hinweis darauf, dass der Abwärtsdruck rapide nachlässt.
Silberpreis Prognose: Dreht jetzt das große Bild?
Silber sendet nach langer Schwächephase ein Lebenszeichen. Der technische Ausbruch, die gebrochene Serie tieferer Hochs und die sich verbessernden Momentum-Indikatoren sprechen eine deutliche Sprache.
Doch die Entscheidung fällt jetzt.
Kann der Silberpreis die Zone um $92 überwinden und verteidigen? Oder entpuppt sich der Ausbruch als Bullenfalle?
Für Anleger bedeutet das: Der Markt steht an einem neuralgischen Punkt. Genau hier entstehen oft die Bewegungen, die später als „offensichtlich“ erscheinen.
Wer Silber beobachtet, sollte jetzt besonders genau hinschauen.
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Das sollten Sie am Mittwoch, den 25. Februar, im Blick behalten:
Mit der Verbesserung der Marktstimmung begann der USD jedoch, am frühen Mittwoch an Stärke zu verlieren. Eurostat wird später am Tag Revisionen der HICP-Daten für Januar veröffentlichen. Da der US-Wirtschaftskalender keine hochwirksamen Datenveröffentlichungen aufweisen wird, wird der Fokus der Märkte auf den Kommentaren der geldpolitischen Entscheidungsträger der Fed liegen.