- USD/CAD zieht am zweiten aufeinanderfolgenden Tag einige Verkäufer an, während der USD moderat nachgibt.
- Gedämpfte Ölpreise haben wenig Einfluss auf den Loonie und könnten die Kassakurse unterstützen.
- Händler scheinen ebenfalls zögerlich und blicken auf die entscheidenden US-Iran-Nukleargespräche für neuen Auftrieb.
Das Paar USD/CAD driftet am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge nach unten und entfernt sich von dem zu Beginn dieser Woche erreichten Monatspeak. Die Kassakurse handeln derzeit um die Marke von 1,3665 und liegen damit fast 0,20% im Minus für den Tag, obwohl der Abwärtstrend vor den entscheidenden US-Iran-Nukleargesprächen begrenzt zu sein scheint.
Der US-Dollar (USD) bleibt defensiv angesichts erneuter Turbulenzen über die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump und erweist sich als ein Schlüsselfaktor, der den Druck auf das USD/CAD-Paar nach unten ausübt. Tatsächlich kündigte Trump einen neuen Rahmen an und signalisierte, dass seine Handelsagenda nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen seine umfassenden Zölle am vergangenen Freitag fest verankert bleibt.
In seiner Rede zur Lage der Nation sagte Trump am Mittwoch, dass das Weiße Haus auf vorübergehende globale Zölle von 10% für 150 Tage gemäß Abschnitt 122 umgeschwenkt sei und fügte hinzu, dass die Regierung daran arbeite, die Zölle auf 15% zu erhöhen. Dies schürt Sorgen über Vergeltungsmaßnahmen und die potenziellen wirtschaftlichen Folgen von Störungen der globalen Lieferketten, was den Greenback untergräbt.
Abgesehen davon dämpft ein allgemein positiver Ton an den Aktienmärkten weiter den sicheren Hafen-Status des USD und erweist sich als ein weiterer Faktor, der auf das USD/CAD-Paar drückt. In der Zwischenzeit konsolidieren sich die Rohölpreise nahe dem wöchentlichen Tief aufgrund eines großen Anstiegs der US-Lagerbestände. Allerdings unterstützt die Bedrohung der Ölversorgung durch den potenziellen militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran den Rohstoff.
Gedämpfte Rohölpreise bieten dem rohstoffgebundenen Loonie kaum nennenswerten Auftrieb, was wiederum Händler davon abhalten könnte, aggressive bärische Wetten auf das USD/CAD-Paar abzuschließen. Daher wäre es klug, auf einen starken Verkaufsdruck zu warten, bevor bestätigt wird, dass die kürzliche Erholung vom Monats-Tief bereits an Schwung verloren hat.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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