Strategy-CEO Michael Saylor hielt am Dienstag auf der Strategy World eine Keynote mit dem Titel „Digital Credit“ und positionierte Bitcoin (BTC) als Fundament eines neuen Finanzsystems, das auf dem basiere, was er als „digitales Kapital“ bezeichnete.

Saylor bezeichnet Bitcoin als „Digitales Kapital“ und nimmt 50-Billionen-Kreditmarkt ins Visier

Die jährliche Konferenz im Wynn Las Vegas bringt Führungskräfte aus dem Bereich Enterprise-KI sowie Vorreiter unternehmensbezogener Bitcoin-Treasury-Strategien zusammen. Saylors Vortrag bildete den Schwerpunkt des „Bitcoin for Corporations“-Tracks und zog Manager an, die Wege suchen, sich von der direkten Bitcoin-Volatilität hin zu konstruierten Ertragsströmen zu bewegen.

Saylor begann damit, Bitcoin nicht nur als Vermögenswert, sondern als digitales Kapital neu zu definieren. BTC sei wirtschaftliche Energie, die digital gespeichert werde und sich augenblicklich sowie grenzüberschreitend bewegen lasse.

„Es ist digitales Kapital. Was ist digitales Kapital? Nun, es ist wirtschaftlicher Wohlstand, der digital gespeichert ist […] die Fähigkeit, etwas von Wert über eine digitale Schiene an einen anderen Ort auf der Erde zu bewegen“, sagte er.

Saylor argumentierte, die Übertragbarkeit von Bitcoin unterscheide die Kryptowährung von klassischen Wertaufbewahrungsmitteln wie Immobilien oder Gold und mache sie zur Grundlage eines vollständig neuen Finanzsystems.

Im Zentrum der Rede stand Saylors Konzept des digitalen Kredits, das die Volatilität von Bitcoin über das an der Nasdaq gelistete, unbefristete Vorzugswertpapier STRC von Strategy in stabile, ertragsgenerierende Instrumente umwandle.

„Digitaler Kredit basiert auf digitalem Kapital. Nun, digitales Kapital ist Bitcoin […] wir wandeln wirtschaftlichen Wohlstand in einen Strom von Cashflows um“, erklärte er.

Saylor erläuterte, STRC sei darauf ausgelegt, Anlegern Rendite zu bieten und sie zugleich vor direkten Bitcoin-Preisschwankungen zu schützen. Zudem biete STRC eine höhere Liquidität als typische Vorzugsaktien und verbinde das Aufwärtspotenzial von Aktien mit der Stabilität von Kreditinstrumenten. Die Struktur adressiere den Zielkonflikt zwischen Wachstum und Einkommen.

Saylor ordnete seinen Vorschlag in einen größeren makroökonomischen Kontext ein. Er verwies auf Schätzungen, wonach der globale Kreditmarkt bei rund 300 Billionen Dollar liege und sich innerhalb des kommenden Jahrzehnts verdoppeln könnte.

Digitale Kreditinstrumente auf Bitcoin-Basis könnten davon einen Anteil von 5% bis 10% erreichen und damit eine Kapitalverschiebung von 50 bis 60 Billionen Dollar auslösen, so Saylor.

„Wenn man 5% oder 10% davon erreicht, ergibt sich eine Chance von 50 bis 60 Billionen Dollar“, fügte er hinzu.

Erlöse aus der Emission von STRC würden zum Erwerb weiterer Bitcoin verwendet. Strategy habe jüngst den 100. aufeinanderfolgenden wöchentlichen Bitcoin-Kauf abgeschlossen und halte nun mehr als 717.000 BTC.

Mit steigenden Bitcoin-Beständen erhöhe sich auch der Bitcoin-Anteil je Aktie für Aktionäre. Wachsende Liquidität und Nachfrage nach Bitcoin-gestützten Instrumenten könnten zusätzliche Kreditemissionen unterstützen.

Die institutionelle Akzeptanz von STRC scheint zuzunehmen. Anchorage Digital, die erste bundesrechtlich zugelassene US-Kryptobank, meldete Beteiligungen an STRC. Auch Unternehmen wie Prevalon Energy kündigten während der Konferenz Treasury-Allokationen mit Bezug auf das Instrument an.

Saylor bezeichnete digitalen Kredit als Brücke, die Institutionen und Unternehmen Zugang zur langfristigen Wertentwicklung von Bitcoin ermögliche, ohne die kurzfristige Volatilität direkt tragen zu müssen.

Durch die Verlagerung der Volatilität auf Stammaktien bei gleichzeitiger Rendite und Kapitalschutz für Vorzugsaktionäre will Strategy Bitcoin über strukturierte Finanzprodukte stärker in die etablierten Kapitalmärkte integrieren.


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