- EUR/GBP wird im positiven Bereich bei etwa 0,8750 im frühen europäischen Handel am Freitag gehandelt.
- Die Grünen haben die Nachwahl in Gorton und Denton gewonnen.
- Händler warten auf die vorläufige Schätzung der deutschen VPI-Inflation für Februar, die später am Freitag veröffentlicht wird.
Das Währungspaar EUR/GBP hält sich im frühen europäischen Handel am Freitag im positiven Bereich nahe 0,8750. Das britische Pfund (GBP) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) inmitten einer Kombination aus politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich und Erwartungen an eine geldpolitische Lockerung durch die Bank of England (BoE). Händler bereiten sich auf die vorläufige Schätzung der Verbraucherpreisindex (VPI)-Inflationsdaten aus Deutschland vor, die später am Freitag veröffentlicht werden.
Die Grünen haben einen historischen Sieg bei der Nachwahl in Gorton und Denton errungen, was einen erheblichen Schlag gegen Keir Starmer darstellt, so der Guardian. Hannah Spencer hat den Sitz von Labour in dem ersten Westminster-Nachwahl-Sieg der Grünen gewonnen. Eine Niederlage für die Labour-Partei könnte Spekulationen über eine Führungswechsel auslösen und das Pfund Sterling weiter belasten.
Darüber hinaus könnten wachsende Wetten auf eine Zinssenkung der BoE zum Abwärtstrend des GBP beitragen. Gouverneur Andrew Bailey sagte am Dienstag, dass eine Zinssenkung im März eine "wirklich offene Frage" sei, obwohl die Dienstleistungspreisinflation in den jüngsten Daten nicht so stark gefallen sei wie erhofft. Viele Ökonomen von Finanzinstituten wie Deutsche Bank, ING und UBS erwarten, dass die nächste Senkung bei der Sitzung im März oder April erfolgen wird.
Die vorläufige Schätzung der deutschen VPI-Inflation wird am Freitag im Mittelpunkt stehen. Sollte die Inflation negativ überraschen, würde dies die Argumentation für eine weitere Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) zur Unterstützung des Wachstums stärken. Dies könnte wiederum den EUR kurzfristig gegenüber dem GBP nach unten ziehen.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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Das sollten Sie am Freitag, den 27. Februar, im Blick behalten:
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 21. Februar lagen bei 212.000, unter den Erwartungen der Ökonomen von 215.000, aber leicht über dem vorherigen Wert von 208.000. Die fortlaufenden Anträge sanken ebenfalls auf 1,833 Millionen, was auf eine Stabilisierung der Arbeitsmarktbedingungen hinweist.