• DXY kämpft darum, aus der soliden Erholungsbewegung des Vortages von den Tiefs Mitte Juni Kapital zu schlagen.
  • Die Unsicherheit zwischen den USA und dem Iran hält die geopolitische Risikoprämie im Spiel und wirkt als Rückenwind.
  • Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed verleihen dem Buck zusätzlich Unterstützung, während die Bullen auf den US-NFP-Bericht am Freitag warten.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, kämpft darum, aus dem moderaten Anstieg im asiatischen Handel Kapital zu schlagen, und notiert derzeit um die psychologische Marke von 100,00, nahezu unverändert im Tagesverlauf. Der Index scheint die solide Erholungsbewegung des Vortages von seinem niedrigsten Stand seit Mitte Juni vorerst gestoppt zu haben, obwohl das fundamentale Umfeld bearishen Händlern Anlass zur Vorsicht gibt.

Der Optimismus über einen möglichen Friedensdeal zwischen den USA und dem Iran verflog recht schnell, nachdem der Iran am Montag erklärte, dass keine Gespräche mit den USA liefen und keine Treffen geplant seien. Unterdessen hatte US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Verhandlungen als Begründung dafür angeführt, die Angriffe am Wochenende abzusagen. Hinzu kommen unbestätigte Berichte über Drohnenangriffe auf US-Vermögenswerte in Kuwait, die Händler erneut dazu veranlassen, die geopolitische Risikoprämie einzupreisen, was wiederum dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) etwas Unterstützung bieten dürfte.

Unterdessen sagte Mohsen Rezaee, ein hochrangiger Militärberater des Obersten Führers des Iran, dass Teheran keine andere Schifffahrtsroute durch die strategische Wasserstraße zulassen werde als die von der Islamischen Republik festgelegte. Rezaee warnte zudem, dass US-Schiffe und -Streitkräfte bei einer Fortsetzung der Pattsituation um die strategische Wasserstraße ernsthaften Risiken und Verlusten ausgesetzt sein könnten. Dies verleiht den Rohölpreisen etwas Unterstützung, schürt erneut Inflationssorgen und hält Wetten auf mindestens eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) fest im Spiel.

Hinzu kommt, dass am Montag veröffentlichte Daten zeigten, dass die Aktivität im US-Verarbeitenden Gewerbe im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen ist. Tatsächlich stieg der US ISM EMI für das verarbeitende Gewerbe im vergangenen Monat von 53,3 im Juni auf 55,6 und übertraf damit die Konsensschätzungen. Dies bestätigt die hawkischen Erwartungen an die Fed und untermauert den kurzfristig positiven Ausblick für den DXY. Händler könnten sich jedoch mit aggressiven Wetten zurückhalten und es vorziehen, die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten, also den Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht, am Freitag abzuwarten.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

Teilen: Feed-News

Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.

NEUESTE NACHRICHTEN


NEUESTE NACHRICHTEN

Autor wählen

Goldpreis Prognose: Jetzt steht Gold vor der Entscheidung

Goldpreis Prognose: Jetzt steht Gold vor der Entscheidung

Der Goldpreis steht genau an der Stelle, an der es für Trader unangenehm wird. Nicht, weil nichts passiert. Sondern weil gerade sehr viel passieren kann. Die Gold-Futures notieren auf dem Tageschart aktuell bei 4.117,55 US-Dollar. Kurzfristig hellt sich das Bild sichtbar auf.
Silber steht vor dem Ausbruch, aber viele Anleger schauen auf die falsche Marke

Silber steht vor dem Ausbruch, aber viele Anleger schauen auf die falsche Marke

Der Silberpreis steht gerade genau dort, wo es für Anleger besonders unangenehm wird: nicht tief genug, um klar von Panik zu sprechen, aber auch nicht stark genug, um Entwarnung zu geben. Bei rund 59,10 US-Dollar pendeln Silber-Futures aktuell in einer engen Spanne. Unten wartet die wichtige Unterstützung bei 55,00 US-Dollar. Oben blockiert der Widerstand bei 61,50 US-Dollar.
XRP unter Druck: Droht jetzt der Absturz unter die 1-Dollar-Marke?

XRP unter Druck: Droht jetzt der Absturz unter die 1-Dollar-Marke?

Ripple (XRP) notiert am Dienstag bei 1,06 US-Dollar und bleibt damit in einem übergeordneten Abwärtstrend. Das technische Bild hat sich zuletzt weiter eingetrübt. Belastend wirkt vor allem die nachlassende Beteiligung privater Anleger. Die Risikobereitschaft der Investoren bleibt gering. Darauf deutet auch der Fear-&-Greed-Index hin, der mit 28 Punkten weiterhin im Bereich "Angst" liegt.
Ripple und Stellar stabil, da Derivatedaten auf nachlassenden Abwärtsdruck hinweisen

Ripple und Stellar stabil, da Derivatedaten auf nachlassenden Abwärtsdruck hinweisen

Ripple und Stellar zeigen gemischte Kursbewegungen, wobei XRP über der wichtigen Unterstützung bei 1 USD bleibt, während XLM an 0,173 USD auf Ablehnung stößt. Gleichzeitig deuten verbesserte Derivatemetriken zusammen mit nachlassendem rückläufigem Momentum darauf hin, dass der Abwärtsdruck für beide Altcoins nachlassen könnte. Die Derivatdaten zeigen eine leicht bullishe Stimmung unter den Händlern.

Forex Today: Stimmung hellt sich auf, da USA und Iran erneuten Vorstoß für diplomatische Lösung unternehmen

Forex Today: Stimmung hellt sich auf, da USA und Iran erneuten Vorstoß für diplomatische Lösung unternehmen

Die Ölpreise fielen am Montag deutlich, da die Erwartungen wuchsen, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran bald wieder aufgenommen werden. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Gespräche im Gange seien, nachdem Teheran erklärt hatte, keine Pläne für direkte Verhandlungen zu haben. Der US Dollar Index steigt um rund 0,1 % und handelt nahe 99,90, wobei er knapp unter der Marke von 100,00 hält.

MAJORS

Wirtschaftsindikatoren

ANALYSEN