- US 10-jährige Rendite steigt erstmals seit 2023 über 5%
- Fed-Zinserhöhungswahrscheinlichkeit erreicht 93%, Dollar steigt in Richtung Wochenhochs
- Dot-Plot und Energieschock prägen nun den Renditepfad nach dem FOMC
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen hat erstmals seit 2023 die Marke von 5% überschritten und ist um mehr als 4 Basispunkte gestiegen, da Anleger eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte am 16. September nahezu vollständig eingepreist hatten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei 5,006%
US-Dollar steigt, da Händler die Fed-Zinserhöhung im September fast vollständig einpreisen
Die Geldmärkte preisen laut Prime Terminal eine Wahrscheinlichkeit von 93% für eine Zinserhöhung ein. Der Anstieg der US-Renditen stützt den Greenback, der gemessen am US Dollar Index (DXY) um fast 0,60% zulegt.

Der DXY, der die Entwicklung des Dollars gegenüber sechs Währungen abbildet, liegt bei 99,66, nachdem er von 99,07 abgeprallt ist.
Neben der Entscheidung der Fed warten Anleger auf eine Aktualisierung der Wirtschaftsprognosen und des ‚Dot-Plot‘, der den Fahrplan für den künftigen Fed-Funds-Satz vorgeben könnte.
Der Anstieg der Energiepreise infolge der Eskalation des US-Iran-Konflikts und des Angriffs der Huthi auf die Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens löste einen Anstieg der Ölpreise aus, da die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen zunehmen.
Tages-Chart der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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