• Silber erreicht ein frisches Zweimonatshoch und legt in dieser Woche mehr als 7% zu.
  • Der US-Dollar bleibt nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langfristiger Schuldtitel auszuweiten, unter Druck.
  • Anleger warten auf die US-EMIs für August, während Sorgen über Schulden und Inflation die Edelmetalle weiterhin stützen.

Silber (XAG/USD) beschleunigt seinen Anstieg am Freitag und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 69,75 USD, was einem Tagesplus von 2,41% entspricht. Das weiße Metall erreicht damit den höchsten Stand seit zwei Monaten und steuert auf einen Wochengewinn von mehr als 7% zu, vor allem gestützt durch die anhaltende Schwäche des US-Dollars (USD).

Der wichtigste Katalysator hinter der Rallye von Silber in dieser Woche ist die überraschende Ankündigung des Schuldtitel-Rückkaufprogramms durch das US-Finanzministerium. Das Finanzministerium plant, seine Käufe länger laufender Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln, um die Kreditkosten einzudämmen. Die Entscheidung löste zunächst einen deutlichen Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen und des US-Dollars aus, was die Attraktivität von auf Dollar lautenden Edelmetallen mechanisch erhöhte.

Die Renditen von US-Staatsanleihen haben inzwischen einen Teil ihrer Verluste wieder aufgeholt, doch die Erholung reichte nicht aus, um den Anstieg von Silber zu stoppen. Anleger scheinen sich stärker über die längerfristigen Auswirkungen der US-Fiskalpolitik zu sorgen, darunter die steigende Staatsverschuldung, hohe Haushaltsdefizite und die Möglichkeit, dass die Behörden lockerere Finanzierungsbedingungen auf Kosten der US-Währung bevorzugen könnten.

Commerzbank argumentiert, dass die Ankündigung des Finanzministeriums darauf hindeutet, dass die US-Behörden möglicherweise einen schwächeren Dollar bevorzugen, anstatt dauerhaft höhere langfristige Zinssätze hinzunehmen. Diese Einschätzung belastet den Greenback zusätzlich und stützt Silber weiterhin.

Der geldpolitische Ausblick bietet zusätzliche Unterstützung. Jüngste US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten haben die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) gedämpft. Niedrigere Zinssätze kommen in der Regel Silber zugute, da das Metall keine Rendite abwirft, und könnten zugleich den US-Dollar weiter unter Druck setzen.

Nun richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die vorläufigen S&P Global Einkaufsmanagerindizes (EMIs) für August. Der Marktkonsens erwartet, dass der EMI für das verarbeitende Gewerbe leicht auf 53,8 von 53,9 im Juli zurückgeht, während für den Dienstleistungs-EMI ein Rückgang auf 54 von 54,6 prognostiziert wird. Schwächer als erwartete Daten könnten den Druck auf den US-Dollar erhöhen und Silber weiteren Auftrieb geben.

Allerdings bleiben Inflationsrisiken bestehen. Steigende Ölpreise im Zusammenhang mit Spannungen im Nahen Osten könnten die US-Inflation erhöht halten und Spekulationen über eine Zinserhöhung der Fed neu entfachen, was den USD stützen würde. Ein anhaltender Anstieg der US-Staatsanleiherenditen könnte nach den jüngsten starken Gewinnen ebenfalls zu einem Gegenwind für Edelmetalle werden.

XAG/USD technische Analyse

Chart Analysis XAG/USD


Im Stundenchart notiert XAG/USD bei 69,83 USD und behält damit einen kurzfristig bullischen Bias bei, da der Kurs über der aufwärts gerichteten Trendlinienunterstützung um 68,03 USD sowie deutlich über dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 66,02 USD und dem 200-Perioden SMA bei 65,56 USD liegt. Die Häufung der darunterliegenden Niveaus bei 67,75 USD und 66,60 USD untermauert eine konstruktive Struktur, während der Relative Strength Index (RSI) bei 70,05 auf leicht überkaufte Bedingungen hindeutet, die den Anstieg eher bremsen als ihn unmittelbar umkehren könnten.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der psychologischen Marke von 70,00 USD, wobei ein nachhaltiger Ausbruch den Weg für weitere Gewinne kurzfristig öffnen würde. Auf der Unterseite ergibt sich die erste relevante Unterstützung an der zurückeroberten Trendlinienzone nahe 68,03 USD, gefolgt von horizontaler Unterstützung bei 67,75 USD und 66,60 USD, wobei der 100-Perioden SMA bei 66,02 USD und der 200-Perioden SMA bei 65,56 USD bei weiterem Korrekturdruck eine tiefere Trendunterstützung bieten würden.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

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