Der jüngste Rückschlag bei der Aktie von Palantir Technologies hat einmal mehr gezeigt, wie schnell Euphorie und Skepsis an den Börsen kippen können. Innerhalb einer Woche verlor das Papier rund 15 Prozent an Wert – mehr als 70 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung sind damit vorerst vom Tisch.
Während viele Anleger nervös wurden, freuten sich die Leerverkäufer: Sie verbuchten durch den Kurssturz kurzfristig Milliardengewinne. Doch die Party könnte nicht von Dauer sein. In den vergangenen Tagen hat sich die Aktie stabilisiert, und mit jeder Gegenbewegung steigt das Risiko, dass Shortseller auf dem falschen Fuß erwischt werden.
Fundamentaldaten widerlegen alte Kritikpunkte
Der Rückgang lässt sich weniger durch konkrete Unternehmensmeldungen erklären als vielmehr durch allgemeine Zweifel an der Bewertung und den künftigen Wachstumsaussichten. Über Jahre hinweg wurde Palantir nachgesagt, zu stark von Regierungsaufträgen abhängig zu sein, keine Gewinne erwirtschaften zu können und anfällig für Konkurrenz zu bleiben.
Doch die jüngsten Geschäftszahlen zeichnen ein anderes Bild:
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Wachstum im Privatsektor: Die Erlöse aus kommerziellen Kunden stiegen zuletzt um 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr und machen inzwischen mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
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Profitabilität erreicht: Mit einem Gewinn je Aktie von 16 Cent konnte das Unternehmen seine Profitabilität eindrucksvoll unter Beweis stellen.
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Starke Verträge: Auch im Kerngeschäft mit Behörden legt Palantir nach und sichert sich langfristige Partnerschaften, die das Fundament der Wachstumsstory stützen.
Institutionelle Anleger geben Rückhalt
Der Abverkauf reiht sich ein in eine breitere Korrektur von Technologie- und KI-Werten. Palantir ist mit seiner ambitionierten Bewertung ein naheliegendes Ziel für Skeptiker. Dennoch zeigt sich, dass hinter dem Papier nicht nur Kleinanleger stehen. Seit der Aufnahme in den S&P 500 und in den Nasdaq-100 mussten zahlreiche Fondsmanager nachziehen und Aktien ins Portfolio aufnehmen. Seit Ende 2024 übertrifft das institutionelle Kaufvolumen das Verkaufsvolumen deutlich.
Volatilität bleibt Programm
Trotz aller Fortschritte bleibt Palantir eine hoch volatile Aktie. Im Frühjahr 2025 stürzte der Kurs zeitweise um mehr als 42 Prozent ab, nur um anschließend über 100 Prozent zuzulegen. Solche Bewegungen zeigen: Wer gegen den Trend wettet, kann zwar kurzfristig profitieren, riskiert aber ebenso schnelle und heftige Verluste.
Mit Blick auf die kommenden Monate dürfte nicht nur Palantir, sondern der gesamte KI-Sektor stark von den Quartalszahlen großer Branchenschwergewichte wie NVIDIA beeinflusst werden. Sollten diese überzeugen, könnte die Stimmung wieder drehen – und diesmal könnten die Leerverkäufer diejenigen sein, die ohne Schutz im offenen Wasser stehen.
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