Die Preise für Öl sind heute Morgen nach einem zweitägigen Rückgang gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Absicht bekundet hatte, die Öllieferungen aus dem Iran aufrechtzuerhalten. Seine Äußerungen folgten auf die Erklärung eines Waffenstillstands zwischen dem Iran und Israel nach US-Luftangriffen auf iranische Nuklearanlagen. In einem Beitrag auf Truth Social erklärte Trump, dass China weiterhin iranisches Öl kaufen könne und dass er hoffe, dass das Land auch „reichlich” aus den USA kaufen werde. Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses signalisierte jedoch später, dass die Beschränkungen gegenüber dem Iran bestehen bleiben würden, wie die Rohstoffexperten Ewa Manthey und Warren Patterson von ING anmerken.

OPEC+ wird am 6. Juli eine Videokonferenz abhalten

„WTI-Rohöl liegt über 65 USD pro Barrel, während Brent heute Morgen bei fast 68 USD gehandelt wird, nachdem es in den letzten zwei Tagen um 13 % eingebrochen war. Der Brent-Zeit-Spread hat sich von einem Höchststand von 1,77 US-Dollar pro Barrel am vergangenen Donnerstag auf etwa 1 US-Dollar pro Barrel heute Morgen abgeschwächt. Dieser Wert ist jedoch im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Jahres, in denen er zwischen 0,25 und 0,50 US-Dollar pro Barrel schwankte, weiterhin erhöht.

„Die Sorgen um die Versorgung aus dem Nahen Osten haben zwar vorerst nachgelassen, sind jedoch nicht vollständig verschwunden, und die Nachfrage nach sofortigen Lieferungen bleibt hoch. Der Konflikt im Nahen Osten hat bislang keine nennenswerten Auswirkungen auf die Öllieferungen aus dem Persischen Golf gehabt. Unterdessen sind die Exporte aus dem Iran stark angestiegen. Die OPEC+ wird am 6. Juli eine Videokonferenz abhalten, um eine weitere Erhöhung der Fördermengen im August zu erwägen.“

„In den Vereinigten Staaten meldete das American Petroleum Institute (API) für die vergangene Woche einen Rückgang der Rohölvorräte um 4,28 Millionen Barrel, was deutlich über dem erwarteten Rückgang von rund 0,6 Millionen Barrel liegt. Bei den raffinierten Produkten stiegen die Benzinvorräte um 0,8 Millionen Barrel, während die Destillatvorräte um 1,03 Millionen Barrel zurückgingen.“

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