• Der neuseeländische Dollar bewegt sich, um 0,6000 zurückzuerobern, da der Greenback aufgrund von Unsicherheiten in der Handelspolitik nach der Rede zur Lage der Nation schwächer wird.
  • Die RBNZ hielt den OCR letzte Woche bei 2,25%, wobei Gouverneurin Breman die Erwartungen an eine kurzfristige Straffung zurückwies und die Märkte nur 40% Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September einpreisten.
  • Trumps Rede zur Lage der Nation bot keine Entspannung der Zollrhetorik, da die Regierung signalisierte, dass die neue globale Abgabe gemäß Abschnitt 122 auf bestimmte Länder auf 15% erhöht wird.

NZD/USD stieg am Mittwoch um 0,52% und kletterte zurück in den Bereich von 0,6000, nachdem der US-Dollar unter breitem Verkaufsdruck stand. Der Anstieg beendete eine vier Tage andauernde Konsolidierungsphase und drückte das Paar zurück in die obere Hälfte der Spanne, in der es seit der Entscheidung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am 18. Februar gehandelt wurde, als der Kiwi stark aus dem Bereich von 0,6050 fiel.

Die Entscheidung der RBNZ im Februar, den Zinssatz bei 2,25% zu belassen, belastet weiterhin das Aufwärtspotenzial des neuseeländischen Dollars. Gouverneurin Anna Bremans aktualisierte Zinsspanne verschob die erste potenzielle Zinserhöhung auf frühestens Ende 2026, was weit hinter dem liegt, was Händler eingeplant hatten, und die Overnight-Index-Swaps gaben als Reaktion um etwa acht Basispunkte nach. Der politische Kontrast zur Reserve Bank of Australia (RBA), die die Zinsen Anfang Februar auf 3,85% erhöht hat, wächst und begrenzt weiterhin den Aufwärtstrend des Kiwi. Starke Einzelhandelsumsätze im vierten Quartal boten einen gewissen Ausgleich und zeigten, dass die Wirtschaft bis Ende 2025 Momentum hielt.

Der Anstieg am Mittwoch wurde hauptsächlich durch die Schwäche des US-Dollars angetrieben. Der Dollar-Index fiel nach Trumps Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend unter 97,80, da keine Anzeichen für eine Entspannung der Zollpolitik gegeben wurden. Trump verteidigte die Zölle als Treiber der wirtschaftlichen Erholung und schlug vor, dass sie letztendlich die Einkommenssteuern ersetzen könnten, während die Regierung bestätigte, dass sie die vorübergehende globale Abgabe gemäß Abschnitt 122 auf 15% erhöhen wird. In der Zwischenzeit hält die Federal Reserve (Fed) die Zinsen bei 3,50% bis 3,75%, wobei die Protokolle von Januar zeigen, dass mehrere Beamte die Möglichkeit von Zinserhöhungen diskutierten, falls die Inflation über dem Ziel bleibt. Die für Donnerstag in Genf angesetzten US-Iran-Gespräche über Atomfragen fügten eine weitere Ebene geopolitischer Vorsicht hinzu.

Rückprall vom unteren Ende der Spanne nach der RBNZ, während der Stochastische Oszillator umschwenkt

Das Paar hält sich weiterhin über dem steigenden 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei etwa 0,5920, was den breiteren Aufwärtstrend von den Januartiefs nahe 0,5750 aufrechterhält. Der Stochastische Oszillator hat sich in der Nähe der überverkauften Zone nach oben gedreht, nachdem er zu Beginn des Monats bärisch gekreuzt hatte, was darauf hindeutet, dass das kurzfristige Abwärtsmomentum möglicherweise nachlässt. Ein Anstieg über 0,6050 wäre das erste Zeichen dafür, dass Käufer sich wieder in Richtung des Jahreshochs nahe 0,6100 engagieren, während ein Versagen, über 0,6000 zu halten, den Fokus zurück auf 0,5940 und den 50-Tage-EMA verschieben würde.

NZD/USD Tageschart


Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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