• NZD/USD gibt nach und notiert im asiatischen Handel am Dienstag nahe 0,5705. 
  • Futures-Händler haben eine wahrscheinliche Zinserhöhung der Fed bis Ende dieses Jahres eingepreist. 
  • US-Vizepräsident lobte „große Fortschritte“ in den US-Iran-Gesprächen trotz „Drohungen“ und „Gejammer“.

Das Paar NZD/USD notiert am Dienstag während der asiatischen Handelszeiten zum fünften Mal in Folge im negativen Bereich um 0,5705. Der US-Dollar (USD) gewinnt gegenüber dem neuseeländischen Dollar (NZD) aufgrund eines hawkischen Tons der US-Notenbank (Fed) an Stärke. Die Händler bereiten sich auf die vorläufigen Daten des US S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI) später am Dienstag vor. 

Die Händler kämpfen mit steigenden Erwartungen, dass die Fed unter der Führung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh später in diesem Jahr aggressivere Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation ergreifen könnte. Dies könnte wiederum den Greenback stützen und dem Paar Gegenwind bereiten. 

Fed Funds Futures preisen laut dem FedWatch Tool der CME Group eine fast 89%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember ein, verglichen mit einer 15,2%igen Chance vor einer Woche.

Andererseits könnte der Fortschritt beim US-Iran-Friedensabkommen riskantere Anlagen wie den Kiwi gegenüber dem USD stärken. Vizepräsident JD Vance sagte am Montag, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran „sehr gute Fortschritte“ gemacht hätten, räumte jedoch ein, dass es „Drohungen und Gejammer“ gegeben habe. Dies erfolgte, nachdem der Iran angekündigt hatte, die Straße von Hormus wegen israelischer Angriffe auf den Libanon erneut zu schließen.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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