• USD/JPY handelt im frühen asiatischen Handel am Mittwoch unverändert um 155,25. 
  • Es wird erwartet, dass die Fed den Benchmark-Übernachtzinssatz um 25 Bp auf die Spanne von 3,75%-4,00% anheben wird. 
  • Die Märkte rechnen damit, dass die BoJ auf der bevorstehenden Sitzung am Freitag eine Zinserhöhung um 25 Bp vornehmen wird. 

Das Paar USD/JPY hält sich im frühen asiatischen Handel am Mittwoch nahe 155,25 stabil. Händler ziehen es vor, vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) später am Mittwoch an der Seitenlinie zu bleiben. Am Freitag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ). 

Der US-Inflationsbericht vom Freitag zeigte, dass die Preise weiterhin hartnäckig hoch bleiben und die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, im August gegenüber dem Vormonat angezogen hat. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten heißeren US-Inflationsdaten stärkten die Erwartungen, dass die Fed die Zinsen anheben würde. Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank ihren kurzfristigen Zinssatz bis Mittwoch zum ersten Mal seit drei Jahren anheben wird, um die hartnäckig hohe Inflation zu bekämpfen. 

Händler werden die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh nach der Zinsentscheidung genau verfolgen, da sie Hinweise auf den US-Zinsausblick liefern könnte.  Hawkishe Äußerungen von Fed-Entscheidungsträgern könnten den USD gegenüber dem JPY kurzfristig stützen. 

Die BoJ dürfte auf ihrer Sitzung am Freitag im September ihren Leitzins um einen Viertelpunkt von 1,00% auf 1,25% anheben. Damit würden die Kreditkosten in Japan auf den höchsten Stand seit April 1995 steigen. Händler werden die Äußerungen von BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda zum Tempo künftiger Zinserhöhungen und dazu beobachten, wie weit die Zentralbank die Zinsen im aktuellen Straffungszyklus anheben könnte.

"Selbst wenn die BOJ dieses Mal anhebt, wird es für die BOJ schwer sein, hawkischer zu sein als vom Markt erwartet," sagte Masafumi Yamamoto, Chef-Devisenstratege bei Mizuho Securities in Tokio, und verwies dabei auf das Risiko eines Rückgangs in Richtung 157 Yen je Dollar.

Yen unter Druck, da Ton und Ausblick der BoJ im Mittelpunkt stehen

Strategen bei Scotiabank weisen darauf hin, dass die bevorstehende BoJ-Entscheidung bei der Schlagzeilenbewegung selbst kaum größere Überraschungen bringen dürfte, da „eine Anhebung … weithin erwartet und vollständig eingepreist“ sei. Stattdessen argumentieren sie, dass der entscheidende Markttreiber „der Ton der Zentralbank und ihre Guidance zum Tempo künftiger Zinserhöhungen“ sein werde, zumal „eine weitere Anhebung [bis] zum Jahresende fast vollständig eingepreist“ sei. Ihrer Ansicht nach verschiebt dies das Risikogleichgewicht in Richtung der Frage, wie deutlich die Entscheidungsträger die bestehenden Erwartungen für den Straffungspfad der BoJ bestätigen.

Chart Analysis USD/JPY

Technische Analyse: USD/JPY

Auf dem Tages-Chart steht USD/JPY weiterhin unter klarem Abwärtsdruck, da der Kurs unter dem mittleren Bollinger-Band und dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bleibt, was den übergeordneten Ton trotz einer jüngsten Erholung vom unteren Band bärisch hält. Der Relative Strength Index (RSI) um 40 signalisiert gedämpftes Momentum und deutet darauf hin, dass jeder korrigierende Anstieg wahrscheinlich auf Verkaufsinteresse in den nahegelegenen Widerstandsbereichen stoßen würde.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim mittleren Bollinger-Band um 157,15, mit einer stärkeren Begrenzung beim 100-Tage-SMA nahe 159,60, vor dem oberen Bollinger-Band bei rund 162,00. Auf der Unterseite liegt der unmittelbare Fokus auf dem unteren Bollinger-Band, das nun bei etwa 152,35 Unterstützung bietet; ein klarer Bruch unter diesen Bereich würde weitere Schwäche freilegen, während ein Halten darüber eine begrenzte technische Erholung innerhalb des breiteren bärischen Umfelds ermöglichen würde.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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