• USD/JPY bleibt zum zweiten Mal in Folge gedrückt, obwohl das Abwärtspotenzial begrenzt zu sein scheint.
  • Der schwächere US-Verbraucherpreisindex (CPI) dämpft die Fed-Zinserhöhungserwartungen, schwächt den USD und belastet die Kassakurse.
  • Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran stützen den USD, während die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan den JPY begrenzen sollte.

Das Paar USD/JPY kann die späte Erholung vom Vortag aus dem Bereich der Mitte der 161,00er-Marke, einem Wochentief, nicht nutzen und handelt am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge mit leichter negativer Tendenz. Die Kassakurse fallen während der asiatischen Sitzung unter die Marke von 162,00, wobei das Abwärtspotenzial jedoch begrenzt zu sein scheint.

Der US-Dollar (USD) bleibt unter Druck, da die am Dienstag veröffentlichten, schwächer als erwarteten US-Verbraucherpreisdaten die Händler zwangen, ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) zurückzuschrauben. Zudem bieten drohende Interventionsrisiken dem japanischen Yen (JPY) etwas Unterstützung und erweisen sich als weiterer Faktor, der das Paar USD/JPY begrenzt. Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran stützen jedoch den sicheren Hafen USD, während wirtschaftliche Risiken durch den Nahostkonflikt die JPY-Bullen davon abhalten, aggressive Wetten abzuschließen.

Das US-Militär startete am Dienstag eine weitere Reihe von Luftangriffen gegen den Iran, während der Iran mit Angriffen auf US-Militäranlagen in Golfstaaten reagierte. Zudem warnte US-Präsident Donald Trump, dass die USA iranische Brücken und Kraftwerke angreifen würden, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Dies hält die geopolitische Risikoprämie aufrecht und wirkt als Rückenwind für den USD. Gleichzeitig ist die japanische Wirtschaft stark verwundbar gegenüber Energieversorgungsstörungen in der Straße von Hormus, was den JPY weiterhin belasten könnte.

Hinzu kommt, dass die anhaltend große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan den sogenannten Carry Trade aktiv hält. Dies erweist sich als weiterer Faktor, der eine nennenswerte Aufwertung des JPY begrenzt und zur Vorsicht mahnt, bevor aggressive bärische Wetten auf das Paar USD/JPY eingegangen werden. Die Händler richten nun ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (PPI), der zusammen mit der zweiten Anhörung von Fed-Chef Kevin Warsh vor dem Kongress den USD beeinflussen und Impulse geben könnte.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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Der US-Dollar-Index (DXY) fiel am Dienstag um rund 0,4% auf 100,90, nachdem schwächer als erwartete US-Inflationsdaten die Nachfrage nach dem Greenback schwächten. Der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) sank im Juni um 0,4% MoM und verlangsamte sich auf 3,5% YoY, während der Kern-VPI monatlich unverändert blieb und sich auf 2,6% jährlich abschwächte

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