- USD/IDR steigt, da die indonesische Rupiah nach dem überraschenden Rücktritt von Bank Indonesia-Gouverneur Perry Warjiyo an Wert verliert und die Anleger verunsichert.
- Das Aufwärtspotenzial des Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar nachgibt, nachdem sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran entspannt haben und die Nachfrage nach sicheren Häfen zurückging.
- Die Fed wird die Zinsen am Mittwoch voraussichtlich unverändert lassen, bevor es im September zu Zinserhöhungen kommt, obwohl einige in dieser Woche einen überraschenden Schritt erwarten.
USD/IDR hat seine Verluste vom vorherigen Handelstag wieder aufgeholt und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Montag bei rund 18.050. Das Paar legt zu, da die indonesische Rupiah (IDR) nach dem überraschenden Rücktritt von Bank Indonesia (BI)-Gouverneur Perry Warjiyo unter Druck gerät, ein Schritt, der voraussichtlich die Anleger verunsichern und die Sorgen über die Unabhängigkeit der Zentralbank neu entfachen wird. Die stellvertretende Senior-Gouverneurin Destry Damayanti wurde zur Interims-Gouverneurin ernannt und stellte klar, dass Warjiyo aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist.
Das Aufwärtspotenzial des USD/IDR-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) deutlich fällt, nachdem sich die geopolitischen Spannungen nach einer militärischen Feuerpause zwischen den USA und dem Iran am Wochenende entspannt haben und damit nach 13 Tagen eskalierender Konflikte eine Atempause bieten. Dennoch bleiben die Marktteilnehmer angesichts möglicher Lieferunterbrechungen vorsichtig, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen die Verantwortung für Angriffe auf saudische Anlagen entlang des Roten Meeres übernommen haben.
Die USA haben die Angriffe angesichts wachsender Sorgen über schwindende Abfangraketenbestände und eine schrumpfende Liste verbleibender Ziele innerhalb des Iran eingestellt. Darüber hinaus soll General Dan Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, Präsident Trump am Freitag gewarnt haben, dass die Fortsetzung der Militäroperation die kritischen Munitionsreserven stark belasten würde.
Händler erwarten, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen am Mittwoch unverändert lässt, bevor sie im September die Zinserhöhungen wieder aufnimmt. Allerdings rechnet eine Minderheit der Marktteilnehmer bei der Sitzung in dieser Woche weiterhin mit einem überraschenden Schritt. Mit Blick nach vorn beobachten Anleger die anstehenden Wirtschaftsindikatoren, darunter vorläufige BIP-Daten für das zweite Quartal, PCE-Inflationszahlen und Gewinnberichte großer US-Unternehmen, um weitere Einblicke in die zugrunde liegende Stärke der Wirtschaft zu erhalten.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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