• Die Goldpreise finden Unterstützung über 3.300 USD mit technischem Widerstand bei 3.400 USD.
  • Die Handelsgespräche zwischen den USA und China in London beginnen, während Gold auf den nächsten Katalysator für die nächste Bewegung wartet.
  • Die Goldpreise bleiben in einem kurzfristigen Aufwärtstrend, wobei der US-Dollar die nächste Bewegung antreibt.

Die Goldpreise blieben am Montag auf einem erhöhten Niveau, trotz des Beginns der Handelsgespräche zwischen den USA und China in London. Neben den 50%-Zöllen der Vereinigten Staaten (US) auf Stahl- und Aluminiumimporte wurde Gold durch breitere geopolitische Spannungen unterstützt, wie den anhaltenden Krieg zwischen der Ukraine und Russland am Wochenende, die Golds Status als sicherer Hafen verstärkt haben.

Gold Tagesbericht: Können die US-China Gespräche Gold als sicheren Hafen anheben?

  • Der Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht vom Freitag fiel besser aus als erwartet, was die Ängste vor Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in naher Zukunft gemildert hat.
  • Am Donnerstag berichtete Reuters, dass der kanadische Premierminister die US-Zölle als "illegal" bezeichnete, während Mexiko und die Europäische Union ähnliche Frustration äußerten.
  • Am Mittwoch nannte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum die neuen Zölle "ungerecht, nicht nachhaltig und ohne rechtliche Grundlage" und warnte, dass Mexiko gezwungen sein werde, mit Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren, wenn kein Deal zustande kommt.
  • Kanada und die EU haben ebenfalls gedroht, zu retaliieren, wenn in dieser Woche keine Fortschritte in den Handelsgesprächen erzielt werden.

Die Goldpreise stehen am Montag unter Druck und ziehen sich von den Höchstständen der letzten Woche zurück, da technische Indikatoren auf nachlassendes bullisches Momentum hindeuten. Nachdem es nicht gelungen war, über der Widerstandszone von 3.339–3.392 USD zu bleiben, fielen die Preise unter die kurzfristige Unterstützung bei etwa 3.320 USD und testen nun das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Niveau bei 3.291 USD. Dieses Niveau ist kurzfristig zu einem wichtigen Pivotpunkt geworden, wobei ein täglicher Schlusskurs darunter wahrscheinlich frischen Verkaufsdruck anziehen würde.

Die breitere Preisbewegung konsolidiert weiterhin innerhalb eines symmetrischen Dreiecks, was auf Unentschlossenheit unter den Marktteilnehmern hindeutet. Die untere Grenze dieses Musters ist derzeit bedroht, und ein bestätigter Ausbruch könnte die Unterstützung der aufsteigenden Trendlinie um 3.250–3.260 USD freilegen. Darunter könnten tiefere Verluste die Preise in Richtung des 50%-Fibonacci-Retracements bei 3.057 USD drücken, einem Niveau, das mit vorheriger struktureller Unterstützung übereinstimmt.

Auf der Oberseite muss jede Erholung die Region von 3.339–3.392 USD überwinden, um die bullische Kontrolle zurückzugewinnen. Ein Durchbruch über diese Zone würde den Weg zur 3.500 USD-Marke ebnen, die das mittelfristige Ziel für die Goldbullen bleibt. Allerdings hat sich das Aufwärtsmomentum mit dem flachen 20-Tage-Simple Moving Average (SMA) in der Nähe von 3.299 USD deutlich verlangsamt.

Momentum-Indikatoren spiegeln ebenfalls diese Unentschlossenheit wider. Der Relative Strength Index (RSI) schwebt derzeit bei 52, was auf eine neutrale Stimmung hinweist, ohne unmittelbare überkaufte oder überverkaufte Bedingungen. Dies deutet darauf hin, dass Gold weiterhin konsolidieren könnte, es sei denn, es wird durch einen wesentlichen fundamentalen Katalysator, wie Aktualisierungen zu den US-Zinsen oder weitere geopolitische Entwicklungen, ausgelöst.

Die technische Struktur von Gold hat sich leicht verschlechtert, nachdem am Freitag die kurzfristige Unterstützung durchbrochen wurde. Ein entscheidender Schlusskurs unter 3.291 USD würde wahrscheinlich die Ausblick kurzfristig auf bärisch verschieben, während das Halten über der Basis des Dreiecks weiterhin einen Weg zurück zum Widerstand bieten könnte.

Gold Tageschart


Risikostimmung FAQs

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.


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