- Gold springt am Freitag in der frühen asiatischen Sitzung auf fast 5.195 USD.
- Die Unsicherheit über US-Importzölle unterstützt den Goldpreis, ein sicherer Hafen.
- Die USA und der Iran werden nächste Woche nach Fortschritten in Genf Gespräche führen.
- Die US-PPI-Inflationsberichte für Januar stehen am Freitag im Fokus.
Der Goldpreis (XAU/USD) zieht am Freitag in der frühen asiatischen Sitzung einige Käufer zu etwa 5.195 USD an. Das Edelmetall steigt, da die Unsicherheit über US-Zölle die Nachfrage nach sicheren Häfen anheizt. Händler warten auf die Veröffentlichung der US-Erzeugerpreisindex (PPI)-Berichte für Januar später am Freitag, um neue Impulse zu erhalten.
US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er einen pauschalen Zoll von 15% auf Importe erheben werde, nachdem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs sein früheres System von Gegenzöllen aufgehoben hatte. Allerdings erklärte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer, dass die Zölle in den kommenden Tagen auf 15% oder mehr für viele Länder erhöht werden könnten. Ein Mangel an Klarheit über die US-Handelspolitik hat in den vorherigen Sitzungen etwas Unterstützung für das gelbe Metall geboten, da Gold weithin als traditioneller sicherer Hafen in Zeiten der Unsicherheit angesehen wird.
Andererseits könnten die nachlassenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran den Aufwärtstrend des Goldes begrenzen. Omans Außenminister Badr Albusaidi sagte am Donnerstag, dass die USA und der Iran nächste Woche nach „signifikanten Fortschritten“ in der Schweiz weiterhin nukleare Gespräche führen werden. Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Gespräche genau beobachten. Die Verhandlungen werden nach einer ersten Konsultationsphase auf technischer Ebene in Wien fortgesetzt.
Alle Augen werden am Freitag auf den US-PPI-Bericht gerichtet sein, da er einige Hinweise auf den Zinspfad der USA geben könnte. Ökonomen erwarten, dass der PPI im Januar einen moderaten Anstieg von 0,3% im Vergleich zu 0,5% im Dezember zeigt. Der jährliche PPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 2,6% im Januar im Vergleich zu 3,0% zuvor zeigen. Ein „heißerer als erwarteter“ Wert könnte die Aussicht auf eine kurzfristige Stabilität der US-Zinsen erhöhen, was das Edelmetall, das keine Zinsen zahlt, belastet.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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Das sollten Sie am Freitag, den 27. Februar, im Blick behalten:
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 21. Februar lagen bei 212.000, unter den Erwartungen der Ökonomen von 215.000, aber leicht über dem vorherigen Wert von 208.000. Die fortlaufenden Anträge sanken ebenfalls auf 1,833 Millionen, was auf eine Stabilisierung der Arbeitsmarktbedingungen hinweist.