• Gold gibt nach, nachdem er am Dienstag kurz ein neues Allzeithoch von fast 4.179 USD erreicht hat.
  • Die Handelskonflikte vertiefen sich, da China neue Hafengebühren für mit den USA verbundene Schiffe erhebt und die US-Tochtergesellschaften von Hanwha Ocean sanktioniert.
  • Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, der um 16:20 GMT auf der NABE-Jahrestagung sprechen wird.

Gold (XAU/USD) legt am Dienstag eine Verschnaufpause ein, nachdem es im Laufe des Tages auf ein neues Allzeithoch von fast 4.179 USD gestiegen ist, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts der sich verschärfenden Handelskonflikte zwischen den USA und China, der dovishen Erwartungen an die Federal Reserve (Fed) und wachsender Unsicherheiten in den großen Volkswirtschaften unterstützt bleibt.

Bei Redaktionsschluss hält sich XAU/USD stabil bei etwa 4.125 USD nach einem starken intraday Rückgang von den Rekordhöhen auf 4.090 USD. Die Bewegung spiegelt milde Gewinnmitnahmen nach einer überdehnten Rallye wider, da Händler Positionen reduzieren, um kürzliche Gewinne abzusichern. Dennoch bleibt die Abwärtsbewegung abgefedert, da die Ängste vor einem prolongeden Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiterhin die Marktstimmung dominieren.

Die Rallye von Gold zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung, da das Metall seit Jahresbeginn um mehr als 50 % gestiegen ist und auf dem besten Jahr seit 1979 kursiert. Der historische Anstieg wird durch die Erwartungen an zwei weitere Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr, anhaltende geopolitische Spannungen und stetige Käufe durch die Zentralbanken angetrieben. Starke Zuflüsse in Gold-ETFs und die jüngste politische Unsicherheit in Frankreich und Japan haben die Nachfrage weiter angekurbelt und die rekordbrechende Rallye des Metalls gut unterstützt.

Marktbewegungen: Handelsstreit intensiviert sich, globale Politik bewegt sich, Powell im Fokus

  • Frische Handelsnachrichten trugen zur vorsichtigen Stimmung bei, nachdem Berichte aufkamen, dass China neue Hafengebühren für mit den USA verbundene Schiffe eingeführt hat, was Washingtons früheren Schritt widerspiegelt, ähnliche Gebühren für chinesische Schiffe zu erheben. Die Eskalation im Gegenseitigen zeigt, wie sich die Handelskonflikte über Zölle hinaus auf die maritimen und logistischen Sektoren ausbreiten und Ängste vor breiteren Störungen der globalen Handelsströme wecken.
  • Am Dienstag sanktionierte China fünf US-Tochtergesellschaften von Hanwha Ocean aus Südkorea und beschuldigte sie, amerikanische Ermittlungen zu unterstützen, die Pekings Interessen untergraben. Das chinesische Handelsministerium erklärte: "Die US-bezogenen Tochtergesellschaften von Hanwha Ocean haben die relevanten Ermittlungen der US-Regierung unterstützt und damit Chinas Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen gefährdet."
  • Investoren beobachten die politischen Entwicklungen in Frankreich genau, nachdem der plötzliche Rücktritt und die schnelle Wiederernennung von Premierminister Sébastien Lecornu erfolgt sind, der hastig den Haushaltsentwurf für 2026 dem Parlament vorlegen will, um Unterstützung von Oppositionsabgeordneten zu sichern. Lecornus neues Kabinett steht vor einem frühen Vertrauensbeweis, da die Sozialistische Partei droht, einen eigenen Misstrauensantrag einzubringen, wenn die fiskalischen Ziele nicht erreicht werden.
  • Die politische Landschaft Japans bleibt im Fluss, nachdem die langjährige Koalition zwischen der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Komeito zusammengebrochen ist, was eine 26-jährige Partnerschaft beendet. Der Bruch hat frische Unsicherheit in die Bildung der nächsten Regierung Japans gebracht, während Oppositionsparteien Allianzen erkunden, um Sanae Takaichis Kandidatur für das Ministerpräsidentenamt herauszufordern.
  • In den USA bleibt der Fokus auf der anhaltenden Regierungsstilllegung, die nun in die dritte Woche geht, während die Gesetzgeber sich auf eine weitere Abstimmung über ein kurzfristiges Finanzierungsmaßnahme später am Dienstag vorbereiten.
  • Fed-Vorsitzender Jerome Powell wird um 16:20 GMT auf der Jahrestagung der National Association for Business Economics (NABE) in Philadelphia sprechen. Seine Äußerungen zur wirtschaftlichen Lage und zur Geldpolitik werden genau beobachtet, um Hinweise auf den Zinssenkungskurs der Fed vor der bevorstehenden FOMC-Sitzung im Oktober zu erhalten. Die Veranstaltung markiert Powells letzten Auftritt, bevor die vor der Sitzung beginnende Sperrfrist am 18. Oktober beginnt.

Technische Analyse: XAU/USD zieht sich von Rekordhöhen zurück, aber die Bullen bleiben am Steuer

XAU/USD bleibt fest in einem Aufwärtstrend und bildet ein klares Muster aus höheren Hochs und höheren Tiefs, da Käufer bei jedem Rückzug konsequent eingreifen. Das gleiche Muster zeigt sich erneut, nachdem das Metall am Dienstag von seinem Allzeithoch zurückgegangen ist, wobei die Bullen im Bereich von 4.100–4.090 USD wieder eingestiegen sind, was wie eine Vorbereitung auf einen weiteren Anstieg aussieht.

Die unmittelbare Unterstützung liegt beim Intraday-Tief von 4.090 USD, gefolgt von der Zone von 4.060–4.050 USD, die durch den 21-periodischen Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart bei etwa 4.047 USD verstärkt wird. Solange die Preise über diesem Bereich bleiben, bleibt die breitere bullische Struktur intakt. Auf der Oberseite würde ein Durchbruch über das jüngste Hoch die psychologische Marke von 4.200 USD als nächstes Ziel für die Bullen freilegen.

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