Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, erklärte am Mittwoch, dass der derzeitige Inflationsdruck nicht dauerhaft sein werde, räumte jedoch ein, dass die jüngsten Inflationsmessungen weiterhin unbefriedigend seien. Warsh äußerte sich während seiner Anhörung zum halbjährlichen Bericht zur Geldpolitik vor dem US-Senatsausschuss für Banken, Wohnungswesen und Stadtentwicklung.
Wesentliche Erkenntnisse:
Die Inflation wird nicht dauerhaft sein.
Die Geldpolitik hat zur Inflation beigetragen.
Der Arbeitsmarkt befindet sich in guter Verfassung.
Es ist unklar, ob frühere Zinssenkungen für die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes verantwortlich sind.
Warsh ist mit keiner der aktuellen Inflationsmessungen zufrieden.
Es wird erwartet, dass die Federal Reserve Anfang September Berichte von Arbeitsgruppen erhält.
Der Arbeitsmarkt scheint insgesamt ausgeglichen zu sein.
Es gibt keine feste Grenze dafür, wie schnell die US-Wirtschaft wachsen kann.
Die Inflation, die Teil des dualen Mandats der Fed ist, bleibt weniger ermutigend.
Der Arbeitsmarkt durchläuft bedeutende strukturelle Veränderungen."
Warsh hebt KI als langfristigen Treiber für Arbeitsplätze und Löhne hervor
Die Aussage von Fed-Vorsitzendem Warsh erzielt auf dem FXS Speechtracker eine Bewertung von 5,4/10, was im Vergleich zum historischen Durchschnitt von 7/10 deutlich zurückhaltender ist und auf einen nuancierteren und weniger energischen Ton hinweist. Indem er die jüngsten Inflationsdaten als „unvollkommenen Indikator für die zugrunde liegende Inflation“ bezeichnet und betont, dass es „an der Fed liegt“, ob KI inflationär wirkt, unterstreicht Warsh die politische Priorität der Fed, was unmittelbare hawkische Auswirkungen auf den US-Dollar abschwächt.
Die Betonung von KI als langfristigem Schöpfer von Arbeitsplätzen und Löhnen, verbunden mit der Anerkennung kurzfristiger Störungen und dem „Rätsel“ der Übertragung von Produktivität auf Löhne, deutet auf eine vorsichtige, mittelfristig konstruktive Sicht auf das Wachstum hin, anstatt auf eine bevorstehende Straffung der Geldpolitik.
Der FXS Fed Sentiment Index für Warshs Äußerungen blieb unverändert und bewegte sich um 0,00 Punkte auf einem weiterhin erhöhten Niveau von 126,13, was bestätigt, dass der breitere politische Hintergrund trotz des moderateren Redetonus, der vom FXS Speechtracker erfasst wurde, fest im hawkischen Bereich bleibt. Die fehlende Bewegung des Index deutet darauf hin, dass Warshs Bemerkungen zu KI, Löhnen und Inflationsdaten die Marktmeinungen zur Haltung der Fed nicht wesentlich verändert haben, sodass der US-Dollar durch die vorherrschende hawkische Grundlinie gestützt bleibt.
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