Joachim Nagel, Mitglied des EZB-Rats und Präsident der Deutschen Bundesbank, erklärte während der europäischen Handelszeiten am Mittwoch, dass die Zentralbank auf geldpolitische Anpassungen vorbereitet sein sollte, falls dies erforderlich ist.
Bemerkungen
Aus geldpolitischer Sicht bleibt es ratsam, mit Vorsicht zu reagieren, aber bei Bedarf entschlossen zu handeln.
Die Geldpolitik wird ihre wachsame Haltung beibehalten.
Aus geopolitischer Sicht waren die vergangenen Wochen von Hoffnungen und Enttäuschungen geprägt.
Marktreaktion
Der Euro (EUR) zeigte keine unmittelbare Reaktion auf die Äußerungen von EZB-Nagel. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert EUR/USD unverändert bei rund 1,1424, nachdem frühe Gewinne wieder abgegeben wurden.
Nagels vorsichtige Wachsamkeit hält die Euro-Bullen in Schach
EZB-Nagel erzielt 6,4/10 auf dem FXS Speechtracker, unter dem historischen Durchschnitt von 7,2/10, was auf einen etwas weicheren Ton im Vergleich zu früheren Auftritten hinweist. Die Betonung auf „mit Vorsicht reagieren, aber bei Bedarf entschlossen handeln“ und eine „wachsame Haltung“ deutet auf eine moderat hawkische Tendenz hin, jedoch mit weniger Nachdruck als üblich, was den unmittelbaren Aufwärtstrend des Euro dämpft.
Der Verweis auf die jüngsten geopolitischen „Hoffnungen und Enttäuschungen“ unterstreicht das Ereignisrisiko und rechtfertigt es, Optionen für eine zukünftige Straffung offen zu halten, falls Schocks die Inflation oder finanzielle Spannungen wieder anheizen. Insgesamt unterstützt die Rede eine abwartende, datenabhängige Haltung, die das Euro-Abwärtspotenzial begrenzt, aber nicht die stärkere hawkische Rhetorik erreicht, die die Währung deutlich anheben würde.
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Bitcoin, Ethereum und Ripple werden am Mittwoch mit einer leicht positiven Tendenz gehandelt, da sich die Stimmung am Kryptowährungsmarkt verbessert. BTC testet seinen 50-Tage-Exponential Moving Average, ETH hat einen wichtigen Widerstand bei 1.800 USD durchbrochen, während XRP in der Nähe eines wichtigen Unterstützungsniveaus Halt gefunden hat.
Das sollten Sie am Mittwoch, den 15. Juli, im Blick behalten:
Der US-Dollar bleibt in der europäischen Sitzung am Mittwoch unter Abwärtsdruck, nachdem er am Dienstag gegenüber seinen Haupt-Währungsrivalen geschwächt wurde. In der zweiten Tageshälfte wird das US Bureau of Labor Statistics die Daten zum Erzeugerpreisindex für Juni veröffentlichen und die Bank of Canada geldpolitische Entscheidungen bekanntgeben.