• EUR/USD gibt auf fast 1,1530 im frühen asiatischen Handel am Dienstag nach. 
  • Der israelische Premierminister Netanyahu sagte, der Krieg gegen den Iran und die Hisbollah "ist noch nicht beendet." 
  • Es wird erwartet, dass die EZB auf ihrer Juni-Sitzung am Donnerstag die Leitzinsen um 25 Basispunkte anhebt. 

Das Paar EUR/USD verliert im frühen asiatischen Handel am Dienstag an Fahrt und fällt auf rund 1,1530, belastet durch die Unsicherheit im Nahen Osten. Die Händler warten am Mittwoch auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisindex (VPI)-Inflationsdaten für Mai, um neue Impulse zu erhalten. Am Donnerstag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. 

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu sagte am Montag, dass der Krieg gegen den Iran und dessen im Libanon ansässige Proxy-Miliz Hisbollah "noch nicht beendet ist", betonte jedoch, dass beide schwächer seien als je zuvor, so CNBC.

Am Montag hatte der Iran zuvor das Ende seiner Militäroperationen gegen Israel angekündigt. Das zentrale Militärkommando warnte jedoch, dass, falls Israel weiterhin angreife, auch im Süden Libanons, "viel härtere und vernichtendere Maßnahmen als zuvor folgen werden." Jegliche Anzeichen steigender Spannungen im Nahen Osten könnten eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und dem Hauptpaar Gegenwind verleihen. 

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am Donnerstag ihre geldpolitische Sitzung abhalten. Die Märkte haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) vollständig eingepreist, nachdem die Inflation in der Eurozone auf 3,2 % gestiegen ist.

"Auf ihrer Sitzung am 11. Juni wird die EZB sehr wahrscheinlich ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte anheben, im Einklang mit ihrer jüngsten hawkischen Kommunikation," sagte Martin Wolburg, Senior Economist bei Generali Investments.

Die Händler werden die EZB-Pressekonferenz genau beobachten, um weitere Hinweise auf den Zinsausblick für den Rest des Jahres zu erhalten. Jegliche hawkischen Äußerungen der EZB-Entscheidungsträger könnten die Gemeinschaftswährung kurzfristig beflügeln. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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