• EUR/USD fällt nach neuer Beschleunigung der hawkischen Fed-Erwartungen auf nahe 1,1565.
  • Das schnellere Wachstum der monatlichen US-VPI-Daten für August schürt Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed.
  • Die EZB machte auf der geldpolitischen Sitzung in der vergangenen Woche keine Aussagen zum Ausblick der Geldpolitik.

Der Euro (EUR) verliert während der europäischen Handelssitzung am Montag 0,28% auf nahe 1,1565 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das wichtige Währungspaar gerät unter Druck, da Händler nach der Veröffentlichung der hartnäckigen US-Verbraucherpreisindex-(VPI)-Daten für August ihre hawkischen Erwartungen an die Federal Reserve (Fed) erhöht haben.

Der VPI-Bericht zeigte am Freitag, dass die Gesamtinflation wie erwartet hartnäckig bei 3,4% im Jahresvergleich (YoY) blieb. Der Kern-VPI – der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt – kühlte sich von 2,5% im Juli auf 2,4% ab.

Der Gesamt-VPI stieg im Monatsvergleich mit 0,4% schneller als zuvor und entsprach damit den Erwartungen, nach dem vorherigen Wert von 0,1%. Auch der Kern-VPI legte mit 0,3% stärker zu als erwartet und nach dem vorherigen Wert von 0,2%.

Das schnellere Wachstum der monatlichen Inflationsdaten hat die hawkischen Zinserwartungen für die geldpolitische Sitzung der Federal Reserve (Fed) im September weiter angeheizt. Die hawkischen Wetten auf die Fed nahmen auch in der vergangenen Woche zu, nachdem der US-Erzeugerpreisindex (EPI) für August stärker als erwartet gestiegen war.

Auf der Euro-Seite hob die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche wie erwartet die Leitzinsen an, lieferte jedoch keine nennenswerten Kommentare zum Zinsausblick.

"Die Diskussion konzentrierte sich auf die heutige Entscheidung, es wurde nicht über den künftigen Zinspfad debattiert," sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz. Sie fügte hinzu: "Wir können den nächsten Schritt nicht vorwegnehmen."

EUR/USD Technische Analyse

Im Tageschart notiert EUR/USD bei 1,1565 und behält damit einen leicht bärischen kurzfristigen Ausblick bei, da das Paar unter dem 20-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1602 bleibt. Das Paar ist wieder unter diese kurzfristige Trendmarke gefallen, was darauf hindeutet, dass Aufwärtsversuche zunehmend begrenzt werden, während der Relative Strength Index (RSI) bei 45 eher auf einen Verlust des bullischen Momentums als auf klar überverkaufte Bedingungen hindeutet.

Auf der Oberseite bildet der 20-Perioden-EMA bei 1,1602 den ersten Widerstand, und ein täglicher Schlusskurs über diesem Niveau wäre erforderlich, um den aktuellen Druck zu mindern und den Weg zu höheren Hochs wieder zu öffnen. Nach unten könnte das Paar der psychologischen Marke von 1,1500 ausgesetzt sein, falls die unmittelbare Unterstützung bei 1,1560 nicht hält.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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Der US-Dollar stabilisiert sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Rivalen an Stärke gewonnen hatte. Die Daten zum Verbraucherpreisindex für August aus den Vereinigten Staaten, die die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Federal Reserve beeinflussen könnten, werden von den Marktteilnehmern in der zweiten Tageshälfte genau beobachtet werden. Auf dem US-Wirtschaftskalender steht außerdem der vorläufige Consumer Sentiment Index der University of Michigan für September.

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