- EUR/USD erholt sich von dem durch die NFP-Daten ausgelösten Rückgang, da der US-Dollar an Momentum verliert.
- Der 200-Tage-Simple Moving Average bei 1,1634 begrenzt das unmittelbare Aufwärtspotenzial.
- Momentum-Indikatoren tendieren leicht bullish, wobei der RSI über der neutralen 50-Marke bleibt.
EUR/USD verzeichnet am Freitag heftige Kursausschläge in beide Richtungen, nachdem ein stärker als erwartet ausgefallener Beschäftigungsbericht aus den Vereinigten Staaten (US) neue Volatilität auslöst. Das Paar fiel zunächst auf ein Intraday-Tief von 1,1585, erholte sich dann jedoch, da der US-Dollar (USD) seine Gewinne nicht behaupten konnte. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert EUR/USD bei rund 1,1620.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,10, nachdem er nach dem Beschäftigungsbericht bis auf 99,36 gestiegen war.
Technische Analyse

Auf dem Tages-Chart bleibt EUR/USD zwischen dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,1564 und dem 200-Tage-SMA bei 1,1634 gefangen, wodurch sich das Paar in einer engen Konsolidierungsspanne befindet.
Die übergeordnete Kursstruktur behält eine leichte bullishe Tendenz bei. EUR/USD hat seit der Erholung von unter 1,1400 Ende Juli und dem Erreichen von 1,1711 am 21. August eine Abfolge höherer Hochs und höherer Tiefs gebildet. Die jüngste Kursentwicklung deutet darauf hin, dass sich oberhalb des 100-Tage-SMA ein weiteres höheres Tief ausbilden könnte, obwohl die Käufer den 200-Tage-Durchschnitt noch überwinden müssen, um die Kontrolle zurückzugewinnen.
Der Relative Strength Index (RSI) hat sich von den überkauften Niveaus, die um das Hoch vom 21. August erreicht wurden, etwas zurückgebildet, liegt aber mit etwa 56 weiterhin über der neutralen 50-Marke, was darauf hindeutet, dass das bullishe Momentum nachgelassen hat, ohne vollständig zu verschwinden.
Unterdessen bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) leicht unter null und signalisiert damit eine leichte bärische Tendenz. Die abnehmenden roten Histogrammbalken deuten jedoch darauf hin, dass das Abwärtsmomentum an Stärke verliert.
Auf der Oberseite könnte ein Ausbruch über den 200-Tage-SMA nahe 1,1634 den Weg in Richtung der Marke von 1,1700 ebnen, gefolgt von der weiter entfernten Widerstandszone um 1,1800.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 100-Tage-SMA um 1,1564, gefolgt vom 50-Tage-SMA nahe 1,1508. Ein tieferer Rückgang würde den horizontalen Unterstützungsbereich um 1,1400 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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