- Die EUR/JPY-Bullen behalten die Kontrolle, da die Unsicherheit über Zinserhöhungen der BoJ die JPY-Bullen in die Defensive drängt.
- Japans Premierministerin Takaichi wird voraussichtlich aggressive fiskalische Ausgaben verfolgen und sich gegen eine Straffung der Politik wehren.
- Die Zinserhaltungsentscheidung der EZB am Donnerstag untermauert den Euro und unterstützt weiter die Kassapreise.
Das EUR/JPY-Paar zieht während der asiatischen Sitzung am Freitag einige Dip-Käufer im Bereich von 177,85 an, und vorerst scheint es, als hätte es seinen moderaten Rücksetzer vom Allzeithoch, das am Vortag erreicht wurde, gestoppt. Die Kassapreise handeln derzeit um die 178,15-Region, nahezu unverändert für den Tag, und bleiben auf Kurs, um starke monatliche Gewinne zu verzeichnen.
Der japanische Yen (JPY) erhielt heute früh einen leichten Aufschwung nach der Veröffentlichung stärkerer Verbraucherpreisdaten aus Tokio, der Hauptstadt Japans, die die Argumentation für die Bank of Japan (BoJ) unterstützen, ihren Kurs der Geldpolitik zu straffen. Die anfängliche Reaktion lässt jedoch schnell nach, da die Anleger über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der BoJ unsicher bleiben, während Spekulationen darüber bestehen, dass Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi aggressive fiskalische Ausgabenpläne verfolgen und sich gegen eine Straffung der Politik wehren wird. Dies hält wiederum die Möglichkeit eines signifikanten Anstiegs des JPY in Schach und bietet etwas Unterstützung für das EUR/JPY-Paar.
In der Zwischenzeit hielt die Europäische Zentralbank (EZB die Zinssätze am Donnerstag zum dritten Mal in Folge bei 2% unverändert. Darüber hinaus wiederholte die EZB, dass die Politik in einer guten Verfassung sei, da die Wirtschaft der Eurozone trotz globaler Handelsunsicherheiten weiterhin Resilienz zeigt und die Inflation nahe dem mittelfristigen Ziel von 2% bleibt. Dies trägt weiter dazu bei, den Abwärtstrend des EUR/JPY-Paares zu begrenzen und unterstützt die Argumentation für eine Fortsetzung des kürzlich etablierten Aufwärtstrends. Daher könnte jeder signifikante korrigierende Rücksetzer weiterhin als Kaufgelegenheit angesehen werden und dürfte eher begrenzt bleiben.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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