Coinbase (COIN) hat im dritten Quartal stark abgeschnitten und sowohl bei der Handelsaktivität als auch beim Transaktionsumsatz zugelegt. Damit macht das Unternehmen Fortschritte auf dem Weg zu seiner langfristigen Vision, eine „Everything Exchange“ zu werden.
Der Umsatz von Coinbase stieg im dritten Quartal auf 1,87 Milliarden US-Dollar, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht hervorgeht. Das entspricht einem Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorquartal und fast einer Verdopplung im Jahresvergleich.
Das Unternehmen gab an, dass der Gewinn je Aktie (EPS) bei 1,44 US-Dollar lag und damit deutlich über den Prognosen von 1,04 US-Dollar. Das Handelsvolumen erhöhte sich auf 295 Milliarden US-Dollar, nach 185 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
In seinem Aktionärsbericht betonte Coinbase Fortschritte bei der sogenannten Everything-Exchange-Strategie, die darauf abzielt, Spot- und Derivatehandel sowie Zahlungsfunktionen auf einer Plattform zu vereinen. Das Unternehmen erklärte, es habe sein Angebot an handelbaren Spot-Assets erweitert, die nun 90 Prozent des gesamten Kryptomarkts abdecken.
Zudem meldete Coinbase eine Rekord-Marktposition im Handel mit US-Krypto-Futures und globalen Krypto-Optionen, nachdem es US-Perpetuals, den 24/7-Futures-Handel und die Übernahme von Deribit abgeschlossen hatte.
Auch das institutionelle Geschäft legte im dritten Quartal zu: Das Handelsvolumen stieg auf 236 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die institutionellen Transaktionserlöse erhöhten sich auf 135 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 122 Prozent, der vor allem durch die Deribit-Übernahme getrieben war, die am 14. August abgeschlossen wurde und 52 Millionen US-Dollar zum Umsatz beitrug.
Coinbase verwies außerdem auf zunehmende Dynamik im Bereich der Stablecoin-Zahlungen, angetrieben durch die wachsende Nutzung von USDC, dessen Marktkapitalisierung im dritten Quartal mit 74 Milliarden US-Dollar ein Rekordhoch erreichte.
Der durchschnittliche Bestand an USDC über alle Coinbase-Produkte hinweg lag bei 15 Milliarden US-Dollar, da Finanzinstitute und Unternehmen den Stablecoin verstärkt für Zahlungen und Treasury-Management einsetzten.
Das Unternehmen erklärte, es baue seine Zahlungsinfrastruktur durch neue Partnerschaften und Krypto-Belohnungen über die CB1 Card weiter aus.
Mit zunehmender regulatorischer Klarheit und wachsendem institutionellem Interesse sieht Coinbase Krypto-Zahlungssysteme künftig als zentralen Bestandteil der Weltwirtschaft.
Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen legte die Coinbase-Aktie nachbörslich um 3,6 Prozent zu und machte damit einen Teil der zuvor verzeichneten Verluste wett.
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