• Der Dow Jones stieg am Mittwoch um über 1,2%, nachdem die Fed die dritte Zinssenkung in Folge vorgenommen hatte.
  • Der Dow testet Vier-Wochen-Hochs, da Anleger auf Wetten setzen, dass die Fed zu weiteren Zinssenkungen gedrängt werden kann.
  • Drei FOMC-Wähler trennten sich am Mittwoch von der Gruppe, eine Abweichung vom Konsens, die seit sechs Jahren nicht mehr vorgekommen ist.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) stieg am Mittwoch, nachdem die Federal Reserve (Fed) ihren dritten aufeinanderfolgenden Zinsschritt um einen Viertelpunkt bekannt gab, was den Dow um über 1,2% auf den Höchststand hob und den S&P 500 nach oben drückte, während der Nasdaq nahezu unverändert blieb. Der Schritt senkte den Leitzins auf 3,50%–3,75% und wurde mit einer erneuten Käufe von kurzfristigen Anleihen kombiniert, was die Renditen der 2-jährigen Staatsanleihen senkte. Die Märkte interpretierten die Anerkennung der Fed für einen sich abschwächenden Arbeitsmarkt als Zeichen, dass sie möglicherweise die Unterstützung von Arbeitsplätzen priorisieren könnte, auch wenn die Inflation ein Anliegen bleibt.

Powell von der Fed: Die Spaltung besteht darin, die Zinsen von hier aus stabil zu halten oder zu senken

Obwohl die Fed nur eine Zinssenkung für das nächste Jahr prognostizierte, deutete Vorsitzender Jerome Powell an, dass Zinserhöhungen im Grunde vom Tisch sind, eine Haltung, die von den Händlern begrüßt wurde. Die Futures-Märkte reagierten sofort und preisten eine hohe Wahrscheinlichkeit für zwei oder mehr Zinssenkungen im Jahr 2026 ein. Die Aktien hatten sich vor diesem letzten Treffen des Jahres seitwärts bewegt, aber die Entscheidung der Fed entsprach den Erwartungen und half, die Stimmung zu stabilisieren. Der S&P 500 (SP500) liegt nun weniger als 1% unter seinem Rekord von Ende Oktober, nachdem er sich von einem volatilen November erholt hat, der durch frühere gemischte Signale der Fed ausgelöst wurde.

Regionale Banken waren herausragende Performer, wobei der KRE ETF und große regionale Kreditgeber um mehr als 2% sprangen, da fallende Zinsen die Hoffnungen auf eine stärkere Kreditvergabe anheizten. Die Zinssatzentscheidung war nicht einstimmig: Zum ersten Mal seit 2019 trennten sich drei Fed-Mitglieder vom Konsens, was die anhaltende Unsicherheit in der Politik hervorhebt. Insgesamt begrüßte der breitere Markt jedoch die Klarheit, dass eine weitere Lockerung wahrscheinlicher ist als eine Straffung.

Dow Jones Tages-Chart


Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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