• Aktien neigten nach starken US-Einstellungsrevisionen, die die Wetten auf Zinssenkungen weiter verstärkten, nach oben.
  • Die Zinsmärkte sehen nun fast eine Eins zu Fünf Chance auf eine große Zinssenkung in der nächsten Woche.
  • Trotz optimistischer Reaktionen des Aktienmarktes wachsen ernsthafte wirtschaftliche Bedenken schnell.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) testete am Dienstag die obere Seite, gestützt durch starke nach unten revidierte US-Jobszahlen der letzten 18 Monate. Die schlechten Arbeitsmarktdaten stärken die Wetten der Anleger, dass die Federal Reserve (Fed) einen neuen Zinssenkungszyklus einleiten wird, während die größte Zentralbank der Welt versucht, den US-Arbeitsmarkt zu stärken.

Nach einer kurzen Phase des Zögerns ist der Dow Jones in den Bereich von 45.700 gestiegen, da die Hoffnungen auf Zinssenkungen die Stimmung anheizen. Die Aktienmärkte sind insgesamt ruhig, während die Anleger sich auf das lange Warten auf die nächste Zinsentscheidung der Fed am 17. September vorbereiten.

Allerdings wachsen die Bedenken an den Märkten, dass der Boden unter der US-Wirtschaft wegfallen könnte. Die letzte jährliche Anpassung der Nonfarm Payrolls (NFP) zeigte, dass die US-Wirtschaft im Zeitraum von März 2024 bis März 2025 fast 900.000 weniger Arbeitsplätze geschaffen hat als zuvor erwartet. Weitere nach unten gerichtete Revisionen zur Beschäftigung im Jahr 2025 sollten von Datenbeobachtern erwartet werden, da das aktuelle Revisionsfenster keine der Folgen der Nach-Zoll-Wirtschaft umfasst.


Arbeitsmarktdaten: trügerisch kompliziert

NFP-Zahlen haben in den letzten Monaten erheblichen Einfluss gewonnen, da die Trump-Administration versucht, die Schätzungen zu politisieren. Eine tiefere Genauigkeit ist jedoch eine schwierige Anforderung an eine Umfrageprobe zu einem Zeitpunkt, an dem der Präsident mit einem Federstrich am Freitagnachmittag erdverändernde Veränderungen in der Geschäftswelt bewirken (oder versuchen kann) kann.

Die NFP ist eine aggregierte Umfrage von rund 120.000 privaten Unternehmen in den USA; die Rücklaufquote ändert sich häufig, und alle Unternehmen, die innerhalb des Rücklaufzeitraums den Betrieb einstellen, werden einfach als Nicht-Respondenten markiert.

Das Bureau of Labor Statistics (BLS) verwendet die Quarterly Census of Employment and Wages (QCEW), um einmal jährlich eine großangelegte Anpassung der NFP-Daten vorzunehmen. Diese Daten repräsentieren 95% der Unternehmensbetreiber in den USA und sind ein genaueres Maß für die Beschäftigung, da sie Unternehmen einschließen, die entweder den Betrieb eingestellt oder Insolvenz angemeldet haben. Selbst jetzt wird die "endgültige" Benchmarkrevision für den aktuellen Überprüfungszeitraum voraussichtlich erst im nächsten Februar erwartet.

Laut dem FedWatch-Tool der CME haben die Zinsmärkte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am 17. September als ausgemacht angenommen. Einige besonders zinssenkungsfreudige Händler preisen auch über 17% Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed entweder durch Daten oder politischen Druck dazu gedrängt wird, nächste Woche eine Zinssenkung um 50 Basispunkte vorzunehmen.


Während die scharfen nach unten gerichteten Revisionen der Arbeitsmarktdaten ein Anliegen darstellen und auf eine US-Wirtschaft hinweisen, die sich in einem viel schlechteren Zustand befindet, als viele in den ersten drei Quartalen des Jahres angenommen hatten, bleiben die Chancen, dass die Fed die Zinssenkungen beschleunigt, gering, wenn auch nicht ganz ausgeschlossen.

Die neuesten Daten zum US-Verbraucherpreisindex (CPI), die am Donnerstag veröffentlicht werden, werden voraussichtlich zeigen, dass der inflationsbedingte Preisdruck weiterhin deutlich über dem jährlichen Ziel von 2% der Fed liegt. Dies erschwert es der Fed, Zinssenkungen zu schnell vorzunehmen, unabhängig davon, wie weit die Zinssätze über r-star oder dem natürlichen Zinssatz liegen mögen oder nicht.

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Dow Jones Tages-Chart



Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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