• Der Dow Jones fiel zunächst auf 40.850, nachdem die Fed die Zinsen bei 4,25-4,5% hielt.
  • Die Märkte erwarteten im Großen und Ganzen eine Zinserhaltung, hoffen jedoch auf einen Richtungswechsel in der Politik hin zu zukünftigen Zinssenkungen.
  • Die Hoffnung auf bevorstehende Zinssenkungen erhielt einen Dämpfer, nachdem Fed-Vorsitzender Powell einen vorsichtigen Eindruck hinterließ.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fiel am Mittwoch auf 40.850, nachdem die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Zielbereich von 4,25-2,5% stabil hielt. Die Marktteilnehmer erwarteten im Großen und Ganzen, dass die Fed die Zinsen im Mai unverändert lassen würde, und die Anleger hoffen auf einen klaren Richtungswechsel in der Fedsprache hin zu einem bevorstehenden Zinssenkungszyklus.

Fed-Mitglied Powell: Wir müssen uns nicht beeilen

Wie aus der Zinserklärung der Fed hervorgeht, beobachteten die Entscheidungsträger, dass die US-Beschäftigung und die wirtschaftliche Aktivität im Allgemeinen solide sind, die Risiken für Arbeit und Produktion jedoch zugenommen haben, hauptsächlich aufgrund der politischen Unsicherheit im Zusammenhang mit Zöllen und dem US-Handel. Die von Fed-Beamten geäußerten Bedenken hinsichtlich wirtschaftlicher Risiken haben die Markterwartungen an mögliche Zinssenkungen angeheizt, dennoch bleiben die Aktien aufgrund der vorsichtigen Haltung der Fed-Politiker skeptisch.

Die Marktstimmung fiel nach der Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell. Er wies darauf hin, dass die US-Handelszölle die Ziele der Fed in Bezug auf Inflation und Beschäftigung im Rest des Jahres behindern könnten, wenn sie anhalten. Powell warnte auch, dass die anhaltende politische Instabilität die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Fed einen 'Abwarten-und-Sehen'-Ansatz bei den Zinssätzen länger als erwartet beibehält.

Trotz erheblicher Schäden an der Verbraucher- und Geschäftsstimmung durch die Zölle der Trump-Administration zeigen harte wirtschaftliche Daten nur begrenzte negative Auswirkungen, was die Rechtfertigung der Fed für kurzfristige Zinssatzänderungen kompliziert. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Zinsmärkte weiterhin auf eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt im Juli hoffen, aber die Chancen, die Zinsen stabil zu halten, auf 30% gestiegen sind, was die allgemeinen Markterwartungen für einen einfachen Übergang in einen Zinssenkungszyklus dämpft.

Lesen Sie mehr Börsennachrichten: US-Markt bleibt gemischt, da Fed's Powell einen 'Abwarten-und-Sehen'-Ansatz bevorzugt

Dow Jones 5-Minuten-Chart


Fed FAQs

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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