Die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, sagte am Freitag, dass die Risiken für den Ausblick bei der Sitzung im August nach oben gerichtet gewesen seien.

Wichtige Zitate

Verschiedene Indikatoren deuten darauf hin, dass die Bedingungen am Arbeitsmarkt nahe an der Vollbeschäftigung liegen, aber leicht straffer sind.

Bei der Sitzung im August waren die Risiken für den Ausblick nach oben gerichtet.

Die Entwicklungen seitdem deuten darauf hin, dass sich das Wachstum der australischen Wirtschaft zwar verlangsamt, einige Aufwärtsrisiken für die Inflation jedoch offenbar Realität werden.

Das Liaison-Programm zeigt, dass viele Unternehmen höhere Inputkosten weitergeben.

Die jüngsten Zahlen stehen weitgehend im Einklang mit der Erwartung, dass sich das Nachfragewachstum in der ersten Jahreshälfte 2026 abschwächen wird.

Die Bedingungen am Wohnungsmarkt haben sich abgeschwächt, eine stärker als erwartete Lockerung könnte die Wirtschaftstätigkeit belasten.

Die Schlüsselfrage ist, ob die bisherige geldpolitische Straffung ausreichen wird, um die Inflation innerhalb angemessener Zeit wieder auf das Ziel zu bringen.

Die Geldpolitik ist darauf ausgerichtet, auf die Entwicklungen zu reagieren, mit Fokus auf Preisstabilität und Vollbeschäftigung.

Die Senkung der Inflation ist entscheidend.

Marktreaktion 

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Währungspaar AUD/USD im Tagesverlauf 0,37% höher bei 0,7113. 

RBA - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.

Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.

Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.

Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.

Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.

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