• AUD/USD erholt sich von der Konfluenz der 50- und 100-Tage-SMAs.
  • Niedrigere Ölpreise lassen die Dollar-Unterstützung nach der Fed-Zinserhöhung nach.
  • Bullocks Rede könnte die RBA-Erwartungen nach der Straffung durch die Fed neu ausrichten.

Der australische Dollar machte am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar einen Teil seiner Verluste wieder wett, nachdem die Federal Reserve am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung getroffen hatte, die eine Zinserhöhung um 0,25% vorsah und den Weg für weitere Straffungen ebnete. AUD/USD handelt bei 0,7110, nachdem es von der Konfluenz der 50- und 100-Tage-SMAs abgeprallt war.

AUD/USD erholt sich von wichtigen SMAs, da nachlassende Ölspannungen den Dollar unter Druck setzen

Im Tagesverlauf drehte die Marktstimmung angesichts einer möglichen Deeskalation des Nahostkonflikts ins Optimistische. Infolgedessen gaben die Ölpreise nach, was den Greenback aufgrund seiner engen Korrelation schwächte, nachdem Saudi-Arabien mitgeteilt hatte, dass seine Rohölproduktion innerhalb weniger Tage wieder auf die Hälfte der Kapazität zurückkehren werde.

Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung der US-Währung gegenüber sechs anderen Währungen abbildet, fällt um 0,10% auf 100,23, einen Tag nachdem die Fed die Zinsen zum ersten Mal seit drei Jahren angehoben hat.

Fed-Vorsitzender Warsh erklärte: "Tatsache ist, dass die Inflation weiterhin zu hoch und hartnäckig ist." Der Dot Plot der Fed, der die Zinsaussichten der Notenbankvertreter zeigt, deutet darauf hin, dass der Fed-Funds-Satz bei etwa 4,10% liegt, was darauf hindeutet, dass bald eine weitere Zinserhöhung erfolgen könnte. Dies steht im Einklang mit den Inflationsprognosen, da der Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE) in diesem Jahr voraussichtlich bei 3,7% bleiben und sich bis 2028 allmählich dem 2%-Ziel der Fed annähern wird.

Die Geldmärkte hatten laut Prime Terminal eine Wahrscheinlichkeit von 53% für eine weitere Zinserhöhung bei der Sitzung im Oktober eingepreist.

Der US-Wirtschaftsbericht zeigte, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 12. September deutlich von 206.000 auf 196.000 zurückgingen und damit die Prognose von 208.000 übertrafen. Der Fokus richtet sich nun auf die Rede von Fed-Gouverneurin Bowman am Freitag und die Veröffentlichung der Industrieproduktionsdaten für August.

In Australien standen keine Wirtschaftsdaten an, doch wird erwartet, dass sich Reserve-Bank-of-Australia-(RBA)-Gouverneurin Michele Bullock um 00:00 GMT zu Wort meldet.

AUD/USD-Preisprognose: Technischer Ausblick

Tages-Chart AUD/USD

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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Der US Dollar (USD) beendet den Donnerstag schwächer. Der US-Dollar-Index (DXY) bewegt sich knapp über der Marke von 100,00, nachdem er zu Beginn der Woche auf ein Siebenwochenhoch gestiegen war. Die Seitwärtsbewegung folgt auf die Entscheidung der Federal Reserve (Fed) vom Mittwoch, die Zinsen zum ersten Mal seit 2023 anzuheben.

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