- AUD/USD legt am Freitag um 0,20% zu, gestützt von hawkischen Äußerungen australischer Entscheidungsträger.
- Michele Bullock warnt, dass sich einige Aufwärtsrisiken für die Inflation zu materialisieren scheinen.
- Der US-Dollar bleibt durch Erwartungen weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank gestützt.
AUD/USD steigt am Freitag um 0,20% und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 0,7125. Der Australische Dollar (AUD) profitiert von hawkischen Äußerungen von Vertretern der Reserve Bank of Australia (RBA), die die Tür für weitere geldpolitische Straffungen offenlassen, um die Inflation nachhaltig wieder in Richtung des Zielwerts zu bringen.
RBA-Gouverneurin Michele Bullock sagte in einer Anhörung vor einem Parlamentsausschuss, dass die Inflation weiterhin "zu hoch" sei und dass jüngste Entwicklungen darauf hindeuten, dass sich einige Aufwärtsrisiken für die Preise zu materialisieren scheinen, insbesondere aufgrund der Spannungen im Nahen Osten.
Auch RBA-Vizegouverneur Andrew Hauser schlug bei den Inflationsaussichten einen vorsichtigen Ton an. Er sagte, die entscheidende Frage sei, ob die bisher erfolgte geldpolitische Straffung ausreichen werde, um die Inflation innerhalb eines angemessenen Zeitraums wieder auf das Ziel zurückzuführen, und ließ damit die Tür für weitere Zinserhöhungen offen.
Die RBA belässt ihren Leitzins derzeit unverändert bei 4,35%, nachdem sie ihn in diesem Jahr dreimal in Folge angehoben hatte. Die Märkte erwarten dennoch bei der nächsten Sitzung einen weiteren Anstieg auf 4,6%, da die Entscheidungsträger ihre Entschlossenheit bekräftigen, den Inflationsdruck einzudämmen.
Das Aufwärtspotenzial für AUD/USD bleibt jedoch durch die Stärke des US-Dollars (USD) begrenzt. Die Federal Reserve (Fed) hob ihren Leitzins am Mittwoch wie weithin erwartet um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75%-4% an.
Fed-Chef Kevin Warsh lieferte zudem eine hawkischere Botschaft als erwartet und schürte damit die Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr, möglicherweise schon im Dezember. Die Aussicht auf länger anhaltend hohe US-Zinsen stützt den US-Dollar und begrenzt daher den Anstieg von AUD/USD.
Das Paar steckt damit zwischen zwei hawkischen geldpolitischen Ausblicken fest. Der Australische Dollar profitiert von den Warnungen der RBA vor anhaltender Inflation und der Möglichkeit weiterer Straffungen, während Erwartungen an eine weitere Fed-Zinserhöhung gleichzeitig die Nachfrage nach dem US-Dollar stützen.
AUD/USD technische Analyse
Im Stundenchart notiert AUD/USD bei 0,7125 und weist damit kurzfristig einen neutralen Bias auf, da sich das Paar knapp über dem steigenden einfachen 100-Perioden-Durchschnitt (SMA) und der zugrunde liegenden Aufwärtstrendlinie bewegt, die beide um 0,7122 gebündelt sind, während es unter dem 200-Perioden-SMA bei 0,7159 gedeckelt bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 56,9 zeigt ein leicht positives Momentum und deutet auf Kaufinteresse bei Rücksetzern hin, doch die Nähe der darüberliegenden Niveaus lässt darauf schließen, dass den Bullen derzeit ein klarer Ausbruchsauslöser fehlt.
Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 0,7140, vor dem 200-Perioden-SMA bei 0,7159 und einer stärkeren Begrenzung bei 0,7188. Auf der Unterseite bildet die Konfluenz aus steigender Trendlinie und 100-Perioden-SMA um 0,7122 die erste Unterstützung, wobei eine tiefere strukturelle Untergrenze bei 0,7075 bei einem deutlicheren Pullback wahrscheinlich Käufer anziehen dürfte.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
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Das sollten Sie am Freitag, den 18. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar-Index (DXY) verzeichnet am Freitag moderate Gewinne um 100,30, da Händler weiterhin die jüngste Zinserhöhung der Federal Reserve und geldpolitische Signale bewerten. Am Mittwoch beschloss die US-Notenbank, ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 % anzuheben. Dies ist das erste Mal seit Juli 2023, dass die Fed die Zinsen erhöht hat. Die Rede von Fed-Gouverneurin Michelle Bowman ist für später am Freitag angesetzt.