- AUD/USD überwindet das Juni-Hoch und bestätigt damit ein erneutes bullishes Momentum.
- RSI stützt die Aufwärtsbewegung, da die Käufer 0,7200 und 0,7227 anvisieren.
- Ein Bruch unter 0,7100 legt den 100-Tage-SMA und die Unterstützung am 50-Tage-SMA frei.
Der australische Dollar beendete die Woche am Freitag mit einem Plus von über 0,82% und lag für die Woche mehr als 1,20% im Plus, da der US-Dollar nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums über einen Anleiherückkauf am langen Ende der Zinskurve einbrach. AUD/USD notiert bei 0,7170, nachdem es sich nahe 0,7067 erholt hatte.
AUD/USD Price Forecast: Technischer Ausblick
Die Kursentwicklung bei AUD/USD deutet darauf hin, dass der Aufwärtstrend wieder aufgenommen wurde, nachdem das Paar den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 0,7969 zurückerobert hatte. Zudem öffnete der Ausbruch über das Tageshoch vom 4. Juni bei 0,7149 die Tür für weitere Gewinne.
Der Relative Strength Index (RSI) signalisiert bullishes Momentum. Daher zeigt der Weg des geringsten Widerstands nach oben, was bedeutet, dass die Bullen auf der Suche nach höheren Preisen zulegen.
Die erste Angebotszone bei AUD/USD ist das Hoch vom 29. Mai bei 0,7200. Wird diese Marke durchbrochen, ist der Weg frei, das bisherige Jahreshoch (YTD) bei 0,7227 anzugreifen. Bei weiterer Stärke wäre der nächste interessante Bereich 0,7300.
Umgekehrt gilt: Sollten die Bären eingreifen und die Kurse unter 0,7100 drücken, ist ein Rückgang in Richtung des 100-Tage-SMA bei 0,7069 wahrscheinlich. Bei weiterer Schwäche liegt die nächste Unterstützung beim 50-Tage-SMA bei 0,6999.
AUD/USD Price Chart – Daily

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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