• AUD/USD bleibt unter Druck, da der australische Dollar aufgrund gemischter Daten und einer sich verschlechternden Marktstimmung schwächelt.
  • Das Westpac-Verbrauchervertrauen fiel im Monatsvergleich (MoM) um 2,6% auf den niedrigsten Stand seit 10 Monaten nach der ersten Zinserhöhung seit über zwei Jahren.
  • Investoren warten auf die verzögerten US-Arbeitsmarktdaten für Januar und die CPI, um die wirtschaftliche Abkühlung und den Zeitpunkt möglicher Erleichterungen der Fed zu beurteilen.

AUD/USD bleibt nach zwei Tagen mit Gewinnen gedämpft und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 0,7090. Das Paar steht unter Druck, da der australische Dollar (AUD) angesichts der sich verschlechternden Marktstimmung nach gemischten inländischen Daten schwächelt.

Das Westpac-Verbrauchervertrauen fiel im Februar um 2,6% im Monatsvergleich (MoM) auf einen 10-Monats-Tiefstand von 90,5, belastet durch eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte, die erste seit über zwei Jahren. In der Zwischenzeit stieg der NAB Business Confidence Index im Januar auf 3, von nach unten revidierten 2, und erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober.

Investoren warten auf den verzögerten US-Beschäftigungsbericht für Januar und die bevorstehenden CPI-Daten, die voraussichtlich die Ansichten zur wirtschaftlichen Abkühlung und den Zeitpunkt möglicher Erleichterungen der Federal Reserve prägen werden.

Die Stimmung hat sich vor einer umfangreichen Datenflut aus den USA in dieser Woche verbessert, was hilft, die wirtschaftliche Gesundheit zu bewerten und die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Fed zu verfeinern. Die Märkte erwarten, dass die Fed die Zinsen im März unverändert lässt, mit einer ersten Senkung wahrscheinlich im Juni und einer möglichen weiteren im September.

Die Inflationserwartungen in den USA haben sich verringert, wobei die mittlere Inflationserwartung für das kommende Jahr im Januar auf 3,1% fiel, den niedrigsten Stand seit sechs Monaten, von 3,4% im Dezember. Die Erwartungen an die Lebensmittelpreise blieben unverändert bei 5,7%, während die Erwartungen für drei und fünf Jahre stabil bei 3% blieben.

US-Finanzminister Scott Bessent schloss am Donnerstag nicht aus, dass eine strafrechtliche Untersuchung gegen Kevin Warsh, den von Präsident Donald Trump nominierten Vorsitzenden der US-Notenbank (Fed), eingeleitet werden könnte, sollte Warsh sich weigern, die Zinsen zu senken.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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