- Präsident Trump verurteilt den Ausverkauf am Aktienmarkt auf Truth Social.
- Die Nonfarm Payrolls im Mai mehr als verdoppeln den Konsens und erreichen 172.000.
- Die NFP für April wurden ebenfalls stark nach oben revidiert, was auf eine Erholung des Arbeitsmarktes hindeutet.
- Der NASDAQ Composite sieht sich einem Ausverkauf von über 2 % gegenüber, da die Märkte Zinserhöhungen erwarten.
Der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, ist verärgert darüber, dass die Aktien am Freitag nicht rallyen. Er hatte dies eindeutig erwartet, nachdem der Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht für Mai den Konsens deutlich übertroffen hatte.

Die US-Wirtschaft schuf im Mai 172.000 Arbeitsplätze, während nur 85.000 erwartet wurden. Zudem wurde die NFP-Zahl für April von 115.000 auf 179.000 nach oben revidiert. Wichtiger noch: Nicht nur der Gesundheitssektor hielt den Arbeitsmarkt stabil. In dieser Runde kamen im Mai im Bereich Freizeit und Gastgewerbe netto 70.000 Arbeitsplätze hinzu.
Dennoch verzeichnete der NASDAQ Composite zum Zeitpunkt der Berichterstattung einen Ausverkauf von 2 %, während der S&P 500 1,1 % verlor und der Dow Jones Industrial Average (DJIA) um 0,3 % sank.
Der Grund für den Ausverkauf liegt darin, dass der US-Arbeitsmarkt nun drei solide Monatsberichte in Folge verzeichnet hat. Die Zahlen erreichten zwar nicht die Schwelle von 200.000, die früher als Standard galt, doch viele Ökonomen halten dieses Niveau aufgrund der Pensionierung der Babyboomer und massiver Abschiebungen von Einwanderern für veraltet.
Der robustere Arbeitsmarkt bedeutet, dass die Federal Reserve (Fed) weniger Grund zur Sorge hat und sich stärker auf die Inflation konzentrieren kann. Tatsächlich zeigte das FedWatch Tool der CME Group, dass die Schätzungen für unveränderte Zinsen bei der Fed-Sitzung im Dezember 2026 nach der NFP-Veröffentlichung von 47 % auf 29 % fielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins bis zu dieser Sitzung um 50 Basispunkte steigen würde, stieg von 11 % auf fast 22 %.

„Der dritte aufeinanderfolgende konsensübertreffende Zuwachs bei den Nonfarm Payrolls im Mai sollte die Sorgen des FOMC über Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt weiter verringern und es der Fed dadurch noch schwerer machen, erhöhte Kern- und Gesamtinflationsraten zu ignorieren“, sagte Stephen Brown, Chefökonom für Nordamerika bei Capital Economics.
Brown sagte, er erwarte nun mehrere Zinserhöhungen im späteren Jahresverlauf. Und die Anleger wissen, dass ein Zinserhöhungszyklus typischerweise dazu neigt, die Aktienmarktindizes zu belasten.

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Die US Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Mai um 172.000, berichtete das US Bureau of Labor Statistics (BLS) am Freitag. Dieser Wert folgte auf den Anstieg von 179.000 (revidiert von 115.000) im April und übertraf die Markterwartung von 85.000 bei weitem.