• Der Goldpreis pausiert die Korrektur von Mehrwochenhochs, da Käufer vor den US-VPI-Inflationsdaten auftauchen.
  • Der US-Dollar hält sich nahe Dreijahreshochs, während die Märkte die neuesten Zollandrohungen von Trump und die Kritik an Powell verdauen.  
  • Der Goldpreis testet den 21-Tage-SMA bei 3.339 USD nach einer Ablehnung am 23,6%-Fibonacci-Niveau bei 3.377 USD, der tägliche RSI bleibt bullish.   

Der Goldpreis hat am frühen Dienstag einige Käufer gefunden, da die Händler sich vor der wichtigen Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisindex (VPI)-Daten neu positionieren.

Der Goldpreis bleibt optimistisch, mit Blick auf die US-VPI-Daten

Angesichts der neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump, die am späten Montag angekündigt wurden, und seiner neuesten Kritik an dem Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, griffen Goldhändler nach dem Erreichen eines Dreijahreshochs von 3.375 USD zu Gewinnmitnahmen, während sie sich auf den US-Inflationsbericht für Juni vorbereiteten.

Trump drohte, 100% Zölle auf Russland zu erheben, wenn Präsident Wladimir Putin nicht innerhalb von 50 Tagen einem Abkommen zur Beendigung seiner Invasion in der Ukraine zustimmt, so Bloomberg. 

In der Zwischenzeit erneuerte der US-Präsident seine Angriffe auf Powell und bemerkte, dass "die Zinssätze bei 1% oder niedriger liegen sollten, anstatt im Bereich von 4,25% bis 4,50%, den die Fed bisher in diesem Jahr beibehalten hat".

Die Märkte preisen nun 50 Basispunkte Zinssenkungen der Fed bis zum Jahresende ein, wobei die erste Reduzierung im September erwartet wird.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Erwartungen nach der Veröffentlichung der US-VPI-Daten Bestand haben.

Ökonomen erwarten, dass der jährliche US-VPI und der Kern-VPI im Juni um 2,7% bzw. 3% anziehen, was den Einfluss der Zölle auf die Preise widerspiegelt. In der Zwischenzeit werden die monatlichen VPI- und Kern-VPI-Inflationszahlen voraussichtlich im gleichen Zeitraum auf 0,3% steigen.

Überraschend hohe monatliche oder jährliche US-VPI-Werte könnten die geduldige Sichtweise der Fed verstärken und die Erwartungen an zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr zurückdrängen.

Dieses Szenario könnte dem US-Dollar (USD helfen), seine Erholung auf Kosten des nicht verzinslichen Goldpreises auszudehnen.

Alternativ könnte, wenn die Daten unter den Prognosen liegen, ein neuer Rückenwind für den Goldpreis entstehen, da die Wetten zunehmen, dass die Fed auf Kurs für zwei Zinssenkungen bleibt.

Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Der Goldpreis steht bereit, das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Niveau (Fibo) des Rekordrallys im April bei 3.377 USD erneut zu testen, nachdem er sich von der Unterstützung des 21-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 3.339 USD erholt hat.

Der 14-Tage-Relative Strength Index (RSI) steigt leicht an, während er über der Mittellinie liegt, derzeit nahe 54, was auf zusätzliches Aufwärtspotenzial hinweist.

Falls es den Käufern gelingt, das 23,6%-Fibo-Niveau bei 3.377 USD auf Basis eines täglichen Kerzenständers zu überwinden, wird ein neuer Aufwärtstrend in Richtung der runden Marke von 3.400 USD und des statischen Widerstands bei 3.440 USD eingeleitet.

Wenn Verkäufer bei höheren Niveaus einsteigen, könnte der Goldpreis zurückfallen, um den 21-Tage-SMA bei 3.339 USD anzugreifen.

Ein nachhaltiger Durchbruch unter dieses Niveau würde den 50-Tage-SMA von 3.325 USD gefährden, unter dem das 38,2%-Fibo-Niveau des gleichen Rallys bei 3.297 USD erneut ins Spiel kommen würde.

Wirtschaftsindikator

Verbraucherpreisindex (Jahr)

Inflationäre oder deflationäre Tendenzen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und als Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Diese VPI-Daten werden monatlich erhoben und vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) stellt die Preise im aktuellen Referenzmonat denen desselben Monats des Vorjahres gegenüber. Der VPI gilt als wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) bewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.

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Nächste Veröffentlichung: Di Juli 15, 2025 12:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 2.7%

Vorher: 2.4%

Quelle: US Bureau of Labor Statistics

Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.

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