• Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Israel und dem Iran setzte der Goldpreis seinen Seitwärtstrend unterhalb der wichtigen Widerstandsmarke von 2.670 Dollar fort. 
  • Der US-Dollar verliert sein Sechswochenhoch, als Händler sich vor der Veröffentlichung der Nonfarm-Payrolls neu positionieren. 
  • Der Goldpreis hält sich über allen wichtigen Tagesdurchschnitten und der RSI bleibt im bullischen Bereich, was auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung hindeutet.

Der Goldpreis setzt seine Konsolidierung unter dem wichtigen statischen Widerstand von 2.670 Dollar den dritten Tag in Folge fort. Goldhändler warten gespannt auf die aussagekräftigen US-Arbeitsmarktdaten (NFP).

US-Arbeitsmarktdaten entscheidend für die weitere Goldpreisentwicklung

Vor dem Showdown der US-NFP-Daten haben Händler ihre Positionen neu ausgerichtet, indem sie Gewinne aus der jüngsten Aufwertung des US-Dollars (USD) mitnahmen, was dem Goldpreis neuen Auftrieb gab. Der Greenback gab am frühen Freitag nach, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Haupt-Währungsrivalen auf ein Sechs-Wochen-Hoch geklettert war, was auf die jüngsten starken US-Arbeitsmarktdaten und den ISM-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe zurückzuführen war. Ermutigende US-Konjunkturdaten haben die Wetten auf eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) um 50 Basispunkte im November erleichtert.

Die Daten vom Mittwoch zeigten, dass die Beschäftigung im privaten Sektor in den USA im September um 143.000 Stellen gestiegen ist, was eine Beschleunigung gegenüber den nach oben revidierten 103.000 im August darstellt und über der Schätzung von 120.000 liegt. Gleichzeitig stieg der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in den USA im September von 51,5 auf 54,9 und übertraf damit die Prognose von 51,7, was dem höchsten Stand seit Februar 2023 entspricht.

Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 34% ein, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung eine deutliche Zinssenkung beschließen wird, verglichen mit fast 60% in der vergangenen Woche, wie das FedWatch-Tool der CME Group zeigt. Der zinslose Goldpreis kämpft mit dem Rückgang der Wetten auf eine aggressive Lockerung durch die Fed. Der Abwärtstrend des Goldpreises wird jedoch durch die sich verschärfenden geopolitischen Spannungen zwischen dem Iran und Israel gedämpft.

Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel in der vergangenen Woche, mit denen der Iran die Tötung von Führern der von Teheran unterstützten militanten Hisbollah-Gruppe rächte, reagierte Israel mit einem Angriff auf ein Wohnhaus im Zentrum Beiruts, bei dem neun Menschen getötet wurden. Zum ersten Mal in den fast einjährigen Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah erwiderte die libanesische Armee das israelische Feuer. Die wachsende Gefahr, dass der Konflikt zwischen Israel und dem Iran zu einem größeren regionalen Krieg im Nahen Osten eskaliert, stützt weiterhin den traditionellen sicheren Hafen Gold.

Die nächste Richtung, in die sich der Goldpreis bewegen wird, wird jedoch von den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten bestimmt, die voraussichtlich zeigen werden, dass die Wirtschaft im September 140.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, gegenüber 142.000 im August. Die Arbeitslosenquote dürfte im gleichen Zeitraum bei 4,2 % verharren, während die durchschnittlichen Stundenlöhne im September mit 3,8 % genauso stark steigen dürften wie im August.

Eine positive Überraschung bei den NFP-Zahlen und den Daten zur Lohninflation könnte die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte im November stützen und der Erholung des US-Dollars auf Kosten des Goldpreises weiteren Auftrieb verleihen. Umgekehrt könnte eine große Enttäuschung die Erwartungen wiederbeleben, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung eine übermäßige Zinssenkung beschließen wird, was den Dollar auf breiter Front auf Talfahrt schicken würde. In diesem Fall könnte der Goldpreis wieder in Richtung des Rekordhochs von 2.686 Dollar steigen.

Der US-Arbeitsmarktbericht wird der Schlüssel für die Goldpreisentwicklung sein, während Händler auch die Rede des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, aufmerksam verfolgen werden, um neue Hinweise auf die Politik zu erhalten.

Technische Analyse von Gold: Tages-Chart

Gold

Die kurzfristigen technischen Aussichten für den Goldpreis bleiben mehr oder weniger unverändert. Solange sich der Relative Strength Index (RSI) auf dem 14-Tage-Chart im bullischen Bereich bewegt, sind Käufer motiviert. Der Leitindikator notiert derzeit bei etwa 68.

Der Goldpreis muss einen Tagesschlusskurs über dem statischen Widerstand bei 2.670 Dollar erreichen, um einen neuen Aufwärtstrend zu beginnen. Der nächste Widerstand liegt beim Rekordhoch von 2.686 Dollar.

Noch höher dürften die Käufer die 2.700 Dollar-Marke ins Visier nehmen, gefolgt vom Widerstand der aufsteigenden Trendlinie bei 2.752 Dollar.

Auf der anderen Seite wäre ein Unterschreiten des Tiefs vom 24. September bei 2.623 Dollar entscheidend, um einen weiteren Abwärtstrend in Richtung der 2.600-Dollar-Marke auszulösen, wo der 21-Tage-SMA (Simple Moving Average) verläuft.

Die Goldverkäufer könnten dann das Tief vom 20. September bei 2.585 Dollar in Frage stellen. Der Goldpreis könnte dann wieder in Richtung des Rekordhochs von 2686 Dollar steigen.

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