XRP ist zurück auf der großen Bühne. Während viele Anleger noch auf Bitcoin starren, hat Ripples Token in den vergangenen sieben Tagen um mehr als 10 % zugelegt, wichtige charttechnische Marken zurückerobert und sogar Binance Coin bei der Marktkapitalisierung überholt. Der Kurs sprang zeitweise bis nahe 2,10 US-Dollar, aktuell notiert XRP um 2,09 US-Dollar. Zufall? Ganz sicher nicht.

Auf den ersten Blick scheint die Erklärung einfach: Der Kryptomarkt befindet sich in einer Erholungsphase. Bitcoin steigt, Altcoins ziehen mit. Selbst geopolitische Spannungen konnten den Markt zuletzt nicht stoppen – trotz neuer Eskalationen auf internationaler Ebene. Risikoassets werden wieder gekauft, Liquidität fließt zurück in den Markt. XRP profitiert davon überdurchschnittlich stark.

Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Hinter der XRP-Rally steckt mehr als nur allgemeine Marktstimmung.

Der wahre Kurstreiber: Milliarden fließen über ETFs

Ein Faktor wird aktuell massiv unterschätzt – die Spot-XRP-ETFs. Seit dem Start des ersten Produkts Mitte November verzeichnen diese Finanzvehikel anhaltend starke Zuflüsse. Allein am vergangenen Freitag kamen weitere 13,6 Mio. US-Dollar hinzu. In Summe liegt das Nettozuflussvolumen inzwischen bei fast 1,20 Milliarden US-Dollar.

Das ist keine Randnotiz, das ist ein Machtfaktor. Denn ETF-Gelder sind oft langfristig orientiert und erzeugen konstanten Kaufdruck. Genau dieser Effekt kann Kurse über Wochen tragen – selbst dann, wenn die breite Masse noch zögert. Für viele institutionelle Investoren sind ETFs der erste und oft einzige Weg, sich überhaupt zu engagieren. XRP rückt damit immer stärker in den Fokus des großen Kapitals.

Achtung, hier lauert die erste Gefahr

So beeindruckend der Anstieg auch ist: Jetzt wird es heikel. Mit dem Sprung Richtung 2,10 US-Dollar ist XRP in mehrere massive Verkaufszonen gelaufen. Direkt darüber warten starke Sell Walls, die kurzfristig als harter Widerstand wirken können. Die erste kritische Marke liegt nur wenig höher, gefolgt von weiteren Hürden bei etwa 2,17 US-Dollar und knapp über 2,25 US-Dollar.

Solche Zonen sind berüchtigt. Hier nehmen frühe Käufer Gewinne mit, hier scheitern Rallyes oft zumindest temporär. Wer jetzt blind hinterherspringt, riskiert, genau in diese Verkaufswände hinein zu kaufen.

Technische Warnung: Noch kein klares Kaufsignal

Auch aus charttechnischer Sicht ist Vorsicht angebracht. Zwar zeigt der Trend nach oben, doch die letzte Tageskerze wurde unentschlossen geschlossen. Das bedeutet: Der Markt hat sich noch nicht final entschieden. Ohne weiteren Druck nach oben besteht das Risiko, dass XRP erneut die Unterstützung bei rund 1,97 US-Dollar testet.

Das wäre kein Drama, aber ein klarer Dämpfer für alle, die bereits von der nächsten Explosion träumen.

Fazit: Große Chance – aber nur für die, die wissen, was sie tun

XRP profitiert aktuell von zwei mächtigen Kräften: einer allgemeinen Markterholung und massiven ETF-Zuflüssen. Diese Kombination ist selten und kann Kurse weit tragen. Gleichzeitig steht der Token jetzt genau dort, wo sich entscheidet, ob aus der Rally der nächste große Lauf wird – oder ob erst einmal Luft abgelassen wird.

Für Anleger heißt das: aufmerksam bleiben. XRP ist heiß, aber genau deshalb auch gefährlich. Wer die Widerstände im Blick behält und nicht der Gier verfällt, könnte hier trotzdem eine außergewöhnliche Phase erleben. Wer zu spät kommt, zahlt am Ende den Preis.


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