Die Fed wird die Charakteristik ihres Wortlauts im Statement nicht ändern. Es ist für Januar auch keine Presskonferenz oder eine Revision der Prognosen vorgesehen, so dass der neue US Präsident und seine künftige Finanzpolitik aktuell keinen Einfluss haben dürfte. Die Hoffnungen auf ein schnelleres Wachstum und eine steigende Inflation haben sich nach der ersten Woche die Trump im Amt ist zerschlagen, da seine ersten Maßnahmen dem Handelsprotektionismus und der Einwanderungspolitik galten. Es ist zu früh darüber zu philosophieren wie die Wahrnehmung an den globalen Finanzmärkten in diesen Tagen ist.
Der Markt begrüßte die drei Zinserhöhung auf dem Dezember Dot Plot, nach dem es zuvor nur 2 waren. Schaut man jedoch einmal zurück, so ist die Relevanz ohnehin in Frage zu stellen, da der Dot Plot im Dezember 2014 und 2015 von 4 Zinserhöhung für das nächste Jahr ausging und letztendlich lieferte die Fed im Jahr 2015 und 2016 jeweils nur ein einzige Zinserhöhung.
Mitte Januar hielt Fed Yellen eine Rede unter dem Titel "Die Ziele der Geldpolitik und wie wir diese verfolgen". Yellen sprach darüber, dass die FOMC von mehreren Zinserhöhung pro Jahr ausgeht, bis 2019 ein Zins von 3% erreicht ist. Dies hat dem Greenback kurzfristig einen ordentlichen Schub verliehen, aber nur wenige Tage später klang Yellen weniger hawkish und die Auswirkungen ihrer vorherigen Rede verflogen wieder.
In der Zwischenzeit unterzeichnete Mr. Trump eine Handes-Protektionismus Order. Diese Maßnahmen könnte das Wachstum beeinflussen, da die Einfuhrzölle von den anderen global Playern nicht unbemerkt bleiben werden. Der Rückgang an der Wall Street zeigt ganz klar die Angst vor solch einem Ereignis. Das größte Risiko ist, dass diese Politik auch den Binnenmarkt in Mitleidenschaft zieht.
Ein weiteres Problem ist das Trump Versprechen von Infrastruktur Projekten. Diese Politik benötigt niedrige Zinsen, um einen wettbewerbsfähigen Wechselkurs und niedrige Fremdkapitalkosten zu garantieren. Dies steht aber im Widerspruch zur aktuellen Fed Politik das Tempo der Zinserhöhungen anzuziehen.
Es wird noch nicht einmal Juni sein bis Trump seine ersten 100 Tage als Präsident hinter sich gebracht haben wird und zu diesem Zeitpunkt wird sich der Nebel für die Fed und den Markt gelichtet haben. Es muss abgewartet werden, ob Yellen die Vorsitzende der Zentralbank bleibt. Bis dahin wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen und es ist unwahrscheinlich, dass die Fed irgendetwas unternimmt.

Der EUR/USD wird auf seinem höchsten Stand des Jahres 2017 gehandelt, während der Dollar unter den Trump Gesetzen leidet und auch die jüngsten Kommentare seines Handelsberaters, Peter Navarro, waren nicht gut für den Greenback. Er sagte, dass Deutschland den stark unterbewerteten Euro gegen die USA und andere EU Handelspartner einsetzt. Zum ersten Mal seit Anfang November wird der 100-Tage-MA herausgefordert und die Indikatoren auf dem Tageschart legen im positiven Bereich zu, während der Kurs gut über dem bullish 20-SMA liegt. All dies spricht für weitere Gewinne.
Die 1,0800/40 bietet einen unmittelbaren Widerstand, da hier 2015 und 2016 eine statisch wichtige Unterstützung war. Hinzu kommt noch das 50% Retracement des November/Januar Rückgangs bei 1,0820. Eine dovish Fed kann das Paar über diesen Bereich steigen lassen und dann gerät die 1,0930 (61,8% Retracement des gleichen Rückgangs) ins Visier. Darüber folgt als nächste die 1,1000.
Nach unten wird das Geschehen mit einer Unterstützung bei 1,0700/10 begrenzt. Sollte diese brechen, so wird sich die Abwärtsbewegung zur 1,0650 in Richtung 1,0600/20 fortsetzen, wo dann das steigende Kaufinteresse den Rückgang wahrscheinlich aufhalten wird.
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