- EUR/USD handelte am Montag schwankend um die Region von 1,1300.
- Der US-Dollar blieb in der Defensive nahe der 100,00-Marke.
- Der US ISM Services PMI verbesserte sich unerwartet auf 51,6 im April.
Der Euro (EUR) stärkte sich am Montag zum zweiten Mal in Folge und testete die Zone von 1,1360, verlor jedoch danach etwas an Aufwärtsimpuls, da die Händler weiterhin die Auswirkungen der divergierenden geldpolitischen Wege zwischen den USA und der Eurozone sowie erneute Bedenken im Handelsbereich verdauten.
In der Zwischenzeit kletterte der US-Dollar-Index (DXY) zurück in Richtung der psychologischen 100,00-Region, während die Anleger vor dem wichtigen FOMC-Ereignis später in der Woche vorsichtig blieben.
Handelsgespräche stehen im Mittelpunkt, aber Skepsis bleibt bestehen
Der Greenback begann seine Woche leicht defensiv, trotz erneuter Handelsnervosität, obwohl es kürzlich Hoffnungen auf weitere Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China gab. Die Märkte bleiben jedoch vorsichtig und sind misstrauisch gegenüber wiederholter Rhetorik und dem Fehlen konkreter Schritte zur Deeskalation.
Diese Skepsis hielt den Risikoappetit in Schach, selbst als die Anleger weiterhin die soliden NFP-Zahlen vom Freitag verdauten, während ein besser als erwarteter Indikator für die Stimmung der europäischen Anleger zunächst Unterstützung für die Gemeinschaftswährung bot.
Zentralbanken steuern divergierende Wege
Die geldpolitische Kluft wird zunehmend deutlicher. Es wird allgemein erwartet, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen bei 4,25%–4,50% auf ihrem bevorstehenden Treffen am 7. Mai stabil hält.
In seiner letzten Veranstaltung betonte Vorsitzender Jerome Powell, dass der Kampf gegen die Inflation unvollständig bleibt. Er äußerte auch Bedenken, dass potenzielle Handelszölle den Weg nach vorne komplizieren könnten, und deutete auf Stagflationsrisiken hin.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hingegen entschied sich für eine Senkung um 25 Basispunkte auf 2,25% und schlug einen merklich weicheren Ton in ihrer Guidance an. Die Märkte preisen nun eine weitere Zinssenkung der EZB bereits im Juni ein – was die Divergenz in den geldpolitischen Trajektorien vergrößert und zusätzlichen Druck auf den Euro ausübt.
Spekulanten bleiben vorerst long auf den Euro
Trotz der dovishen Wende der EZB bleibt das spekulative Interesse am Euro stark. Die CFTC-Daten vom 29. April zeigten, dass die Netto-Long-Positionen deutlich auf mehrmonatige Höchststände von rund 75,8K Kontrakten gestiegen sind. Das offene Interesse stieg ebenfalls auf die zuletzt im September 2024 gesehenen Niveaus über 730K Kontrakte, was auf ein anhaltendes Engagement sowohl von gehebelten als auch von kommerziellen Akteuren hinweist. Kommerzielle Hedger blieben netto short bei etwa 131K Kontrakten, was die vorsichtige Stimmung unter den Unternehmen widerspiegelt.

Technisches Bild
EUR/USD steht vor einem wichtigen Widerstand bei dem Höchststand von 2025 bei 1,1572, mit weiteren Hürden bei 1,1600 und dem Hoch von Oktober 2021 bei 1,1692. Auf der Abwärtsseite liegt die kurzfristige Unterstützung beim 55-Tage-SMA bei 1,0944, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei 1,0782 und dem Tiefpunkt vom März bei 1,0732.
Die Momentum-Indikatoren bleiben konstruktiv. Der Relative Strength Index (RSI) schwebt nahe 56, was darauf hindeutet, dass es noch Spielraum für Aufwärtsbewegungen gibt, während der Average Directional Index (ADX) um 47 auf einen gut etablierten Trend hinweist.
EUR/USD Tageschart

Ausblick: Volatilität und politische Botschaften im Fahrersitz
EUR/USD sieht sich kurzfristig weiterhin schwankenden Bewegungen gegenüber, wobei das Risiko von Schlagzeilen aus den US-China-Handelsgesprächen und der Guidance von EZB/Fed voraussichtlich die Preisbewegungen dominieren wird. Mit der sich vergrößernden politischen Kluft und makroökonomischen Daten, die ein gemischtes Bild zeichnen, könnten Überraschungen – hawkish oder dovish – die Erwartungen scharf neu bewerten.
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